Immer mehr Luzernerinnen und Luzerner gehören keiner Religion mehr an. Der Anteil der Konfessionslosen im Jahr 2024 liegt bei 30 Prozent – fast doppelt so hoch wie noch vor zehn Jahren (16 Prozent), wie eine neue Auswertung von Lustat Statistik Luzern auf Basis von Daten des Bundesamts für Statistik zeigt. Gleichzeitig verlieren die traditionellen Landeskirchen weiter an Bedeutung: 49 Prozent der Luzernerinnen und Luzerner bezeichnen sich noch als römisch-katholisch (-14 Prozentpunkte seit 2014), 8 Prozent als evangelisch-reformiert (-2 Punkte).
Trotz dieses Trends bleibt Religion für viele Menschen relevant. Mehr als die Hälfte der Luzerner Bevölkerung stuft sich als religiös und/oder spirituell ein, knapp ein Viertel sogar als beides zugleich. Gut zwei von fünf Personen gegen an, mindestens einmal pro Monat zu beten, rund jede fünfte nutzt glücks- oder heilbringende Gegenstände oder besucht regelmässig Gottesdienste.
Zudem zeigt sich, dass Religion und Spiritualität vor allem in schwierigen Lebenssituationen Bedeutung haben: Für knapp 60 Prozent spielen sie etwa bei Krisen oder Krankheit eine wichtige Rolle. Unterschiede zeigen sich nach Alter und Geschlecht: Ältere Menschen und Frauen messen religiösen Aspekten häufiger Bedeutung zu als jüngere oder Männer. (rem)








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