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Abstimmung

Hier ist die Stimmbeteiligung im Kanton Luzern am höchsten – und hier am tiefsten

Eidgenössische Abstimmungen mobilisieren die Luzerner Stimmberechtigten stärker als kantonale Vorlagen. Die Beteiligung liegt dabei meist leicht über dem Schweizer Durchschnitt – mit deutlichen Unterschieden zwischen den Gemeinden.
In einem Urnenbüro werden Stimmzettel ausgezählt.
Bild: Ennio Leanza / Keystone

Eidgenössische Abstimmungen mobilisieren Luzerner Stimmberechtigte stärker als kantonale Urnengänge. Zu diesem Schluss kommt Lustat Statistik Luzern. Untersucht wurde der Zeitraum zwischen 2016 und 2025.

Insgesamt beteiligen sich die Luzernerinnen und Luzerner etwas häufiger an eidgenössischen Abstimmungen als die Stimmbevölkerung im Schweizer Durchschnitt – besonders dann, wenn es um stark polarisierende oder breit diskutierte Themen geht. Als Beispiel nennt Lustat etwa das Covid-19-Gesetz, die Trinkwasser-, Pestizid- oder Massentierhaltungsinitiative.

Die Stimmbeteiligung bewegte sich im untersuchten Zeitraum zwischen knapp 30 und rund 70 Prozent. Dabei zeigen sich Unterschiede: Je nach Thema schwankt die Teilnahme teils erheblich. Lustat kommt zum Schluss, dass Sachabstimmungen die Bevölkerung stärker mobilisieren als Wahlen. Letztere weisen im Vergleich eine wesentlich konstantere Beteiligung auf. Die tiefsten Werte wurden bei Urnengängen mit ausschliesslich kantonalen Vorlagen registriert.

Auf Gemeindeebene verlaufen die Trends meist parallel zum kantonalen Durchschnitt. Dennoch lassen sich Unterschiede erkennen. Zwischen 2022 und 2025 wiesen etwa Adligenswil, Greppen, Horw, Meggen, Rothenburg, Sempach, Udligenswil, Vitznau und Weggis häufig eine überdurchschnittliche Stimmbeteiligung auf. Unter dem Schnitt lagen dagegen unter anderem Büron, Dierikon, Emmen, Reiden, Root und Schötz.

Ein Einflussfaktor hat laut Lustat auch die Altersstruktur: Gemeinden mit einem höheren Altersquotienten verzeichnen tendenziell eine höhere Beteiligung. Zudem zeigt sich, dass kommunale Abstimmungen oder Vorlagen mit starker regionaler Betroffenheit die jeweilige Bevölkerung zusätzlich mobilisieren können. Genannt werden etwa die Abstimmung über den Ausbau der Kantonsstrasse durch die Lammschlucht (Stimmbeteiligung in Flühli: 73 Prozent) oder die Abstimmung über die Trinkwasser- und Pestizid-Initiativen, bei der die Stimmbeteiligung in Romoos rekordverdächtige 85 Prozent betrug. (rem)

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