Warnung nach Phishing-Versuch im Kanton Luzern

Steuerrechnungen und Mahnungen kommen nie per E-Mail

Betrüger geben sich als Steuerbehörden aus und fordern zu Zahlungen auf. Im Kanton Luzern sind die Systeme zwar nicht betroffen – dennoch ist Vorsicht geboten.

Wer derzeit eine E-Mail mit einer angeblich offenen Steuerrechnung erhält, sollte vorsichtig sein. Der Kanton Luzern warnt vor betrügerischen Nachrichten, die im Namen von eTax.ch und kantonalen Steuerverwaltungen verschickt werden. Auch die Kantone Zug und Schwyz haben in den vergangenen Tagen entsprechende Warnungen veröffentlicht.

Auslöser im Kanton Luzern war ein gemeldeter Phishing-Versuch, wie das Finanzdepartement auf Anfrage bestätigt. Die Dienststelle Steuern habe daraufhin sämtliche Luzerner Gemeinden angeschrieben. Einzelne Gemeinden veröffentlichten die Warnung anschliessend auf ihren Webseiten.

Entwarnung gibt der Kanton bei der Datensicherheit: «Im Kanton Luzern wurden keine Systeme gehackt und die bei eSteuern.lu gespeicherten Daten sind nicht betroffen», teilt das Finanzdepartement mit.

So funktioniert die Betrugsmasche

Die Betrüger verschicken E-Mails, die den Eindruck erwecken, von eTax oder einer kantonalen Steuerverwaltung zu stammen. Darin wird auf einen angeblich offenen Steuerbetrag hingewiesen und unter Androhung von Mahnspesen oder einer Betreibung zu einer raschen Zahlung aufgefordert. Über einen Link sollen die Empfängerinnen und Empfänger die vermeintliche Steuerabrechnung aufrufen oder direkt bezahlen.

Der Kanton Luzern betont jedoch, dass weder die Steuerverwaltung noch die Plattform eTax Steuerrechnungen oder Mahnungen per E-Mail versenden. Solche Schreiben würden ausschliesslich per Post zugestellt.

Wer eine verdächtige E-Mail erhält, sollte keine Links anklicken, keine Zahlungen auslösen und keine persönlichen oder finanziellen Daten eingeben. Verdächtige Nachrichten können zudem als Originaldatei (.eml oder .msg) an support@ringler.ch weitergeleitet werden. (rem)

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Kommentare (0)