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Stadt Luzern

Der Luzerner Stadtrat will die hausärztliche Versorgung stärken

Die Exekutive unterstützt einen Vorstoss zur Sicherung der hausärztlichen Versorgung. Für einen Planungsbericht rechnet er mit Kosten von 60’000 bis 70’000 Franken.

In der Stadt Luzern soll die hausärztliche Versorgung genauer unter die Lupe genommen werden. Der Stadtrat unterstützt eine Motion der Grünen-/Jungen-Grünen-Fraktion, die einen Planungsbericht zur medizinischen Grundversorgung verlangt. Damit soll abgeklärt werden, wie gut die Versorgung mit Haus- und Kinderärztinnen und -ärzten heute funktioniert, wo in den kommenden Jahren Engpässe drohen – und was die Stadt dagegen tun kann.

Für Patientinnen und Patienten werde es zunehmend schwieriger, eine Hausarztpraxis oder eine Kinderarztpraxis zu finden, hiess es in der Motion. Viele Praxen würden schon heute keine neuen Patientinnen und Patienten mehr aufnehmen. Dazu komme, dass viele Ärztinnen und Ärzte in den nächsten Jahren pensioniert werden. Gleichzeitig fehle es an Nachwuchs. Der Stadtrat bestätigt diese Entwicklung in seiner Stellungnahme und schreibt, dass die ambulante Grundversorgung auch in Luzern vor grossen Herausforderungen steht.

Keine reine Stadtfrage

Zwar sei die Situation in der Stadt laut Stadtrat noch stabiler als in manchen ländlichen Regionen. Trotzdem sieht er auch in Luzern Handlungsbedarf. Besonders angespannt sei die Lage bei Heimärztinnen und Heimärzten, bei Kinderärztinnen und -ärzten sowie in der Schulgesundheit.

Der Stadtrat beantragt deshalb, die Motion erheblich zu erklären. Mit der Unterstützung der Motion sind nun aber noch keine konkreten  Massnahmen beschlossen. Zuerst soll ein Planungsbericht erarbeitet werden, der die Lage analysiert und mögliche Lösungen aufzeigt. Dabei will der Stadtrat die Versorgung nicht nur innerhalb der Stadtgrenzen betrachten, sondern auch regional denken – denn viele Probleme liessen sich nur gemeinsam mit dem Kanton und anderen Gemeinden lösen. Für die Ausarbeitung des externen Planungsberichts rechnet der Stadtrat mit Kosten von 60’000 bis 70’000 Franken. (sre)

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