Westlich des Luzerner Bahnhofs an der Zentralstrasse soll ein zusätzlicher Behindertenparkplatz entstehen. Zudem soll die Sicherheit und Barrierefreiheit auf dem Weg zwischen den bestehenden Behindertenparkplätzen vor dem Uni/PH-Gebäude und dem östlichen Bahnhofseingang verbessert werden. Das fordern SP, Grüne und GLP mittels Motion. Denn dieser Weg führe über «mehrere unübersichtliche und stark frequentierte Querungen» und erfülle die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes nicht, wie es im Vorstoss heisst.
Der Stadtrat lehnt die Motion ab. Grundsätzlich sei das Angebot an Behindertenparkplätzen beim Bahnhof ausreichend. Die enge und stark befahrene Zentralstrasse eigne sich nicht für einen zusätzlichen Parkplatz, schreibt der Stadtrat in der Vorstossantwort. Er räumt aber ein, dass das Angebot an Behindertenparkplätzen auf der Westseite des Bahnhofs (Gebiet Hirschmatt-Neustadt) «gering» ist. Er sei daher bereit, an der Murbacherstrasse die Schaffung eines weiteren rollstuhlgerechten Parkplatzes zu prüfen.
Bodenmarkierung soll Weg erleichtern
Die Sicherheit des Wegs zwischen dem Uni-Parkplatz und dem Bahnhof beurteilt der Stadtrat anders als in der Motion geschildert. Zwar sei das Gebiet «geprägt durch eine Vielzahl an Fahr- und Wegbeziehungen». Doch der Fussverkehr sei vortrittsberechtigt und baulich durch Trottoirkanten vom übrigen Verkehr getrennt. Es gebe «keine Hinweise auf eine Gefahrenstelle für den Fussverkehr», auch die Unfallzahlen liessen nicht darauf schliessen. Zur Verbesserung der Situation werde aber demnächst noch eine taktil-visuelle Bodenmarkierung angebracht.
Weiter weist der Stadtrat darauf hin, dass die Bahnhofparkings fünf rollstuhlgerechte Parkplätze anbieten. Gemäss heutiger Norm sollten es aber 14 sein. Er sei daher bereit, mit den Parkingbetreibern zusätzliche Behindertenparkplätze zu prüfen. (std)



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