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Luzern

Barrierefreier Parkplatz für kurze Stopps vor dem Bahnhof? Stadtrat sagt Nein

Per Postulat forderte die SP/Juso-Fraktion im Stadtparlament bessere Zugänglichkeit für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.
Die Haltekante Y am Bahnhof Luzern wurde für den Bahnersatz-Verkehr geschaffen.
Bild: gwa
(Luzern, 13. 1. 2026)

Rund um den Bahnhof Luzern ist viel los. In diesem Gewusel müssen auch Menschen mit Behinderung mit dem Auto Platz haben fürs Ein- und Aussteigen. Drei Behindertenparkplätze gibt es in den Bahnhofparkings P1 und P2. Vier weitere sind 50 Meter vom östlichen Eingang des Bahnhofs entfernt bei den Kiss-and-Ride-Parkplätzen an der Frohburgstrasse.

Der SP/Juso-Fraktion forderte per Postulat im Grossen Stadtrat, dass diese Situation verbessert wird. So solle etwa die für den Bahnersatz-Verkehr neu geschaffene Kante Y auch für Personen mit Mobilitätseinschränkungen als Kurzhalteplatz genutzt werden können. Die Stadt sollte auch prüfen, wie sich die Lage und Erreichbarkeit der Plätze vor dem Unigebäude verbessern lassen.

Die Kurzzeitparkplätze an der Frohburgstrasse vor dem Unigebäude.
Bild: gwa
(Luzern, 13. 1. 2026)

Eine Mehrfachnutzung der Haltekante Y wurde bereits geprüft, schreibt der Stadtrat. Da der Bahnersatz sichergestellt werden muss und an der Kante Y ein Dispositionsfahrzeug der VBL abgestellt werden soll, ist laut Stadtrat «keine weitere Nutzung möglich». Das Postulat lehnt er ab.

Der Weg von den Kiss-and-Ride-Plätzen entspreche zwar «nicht vollwertig den derzeitigen baulichen Standards», sei aber sicher. Der Stadtrat räumt ein, dass von dort aus – je nach Ziel im Bahnhof – eine «längere Distanz» zurückgelegt werden muss. Er will sich deshalb weiter für eine «verbesserte Zugänglichkeit und Barrierefreiheit im öffentlichen Raum» einsetzen. Eine vollwertige Optimierung des Wegs sei teuer und unverhältnismässig, da voraussichtlich die Zufahrtsrampe zum Bahnhofparking P3 angepasst werden müsse. Vor dem Hintergrund der Arbeiten zum Masterplan Bahnhof Luzern, mit dem Stadt und Kanton bis 2027 die Entwicklung im Stadtzentrum erarbeiten, sieht die Stadt daher von einem Bauprojekt ab. Sollten im Rahmen des Masterplans kurzfristige Lösungen möglich sein, werde die Stadt diese rasch umsetzen. (gwa)

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