Am 27. September wird im Kanton Luzern über die Initiative «Gegen Fangewalt» der Mitte abgestimmt. Diese verlangt unter anderem eine ID-Pflicht bei FCL‑Heimspielen. Die Partei wirbt auf Plakaten kantonsweit für ihre Vorlage. Zu sehen sind auf diesen vermummte Hooligans, die Pyros abfackeln. «Chaoten stoppen! Initiative gegen Fan-Gewalt Ja», steht auf den Plakaten geschrieben.

Nun haben es Chaoten auf die Chaoten-Plakate abgesehen, wie aus einer Mitteilung der Mitte vom Dienstag hervorgeht. Sie schreibt: «Mehrere Rückmeldungen aus den Ortsparteien zeigen, dass viele Pro-Plakate im öffentlichen Raum durch Vandalismus demoliert oder gar entfernt wurden.» An einem Plakatstandort in Horw seien die Plakate schon mehr als sechsmal zerstört oder entwendet worden. «Ende letzter Woche wurden diese gar in weniger als zwei Stunden wieder entwendet, nachdem die Ortspartei die Plakate wieder ersetzt hat», hält die Mitte weiter fest.
Für die Mitte «zeigen die Vorfälle eine traurige Parallele zum Problem, das die Initiative bekämpfen will: Es ist eine kleine, anonyme Gruppe von Chaoten, die durch ihr aggressives und illegitimes Handeln den demokratischen Diskurs torpediert».
Weiter appelliert die Mitte an «Fairplay auch im Abstimmungskampf» und mahnt, dass Respekt vor anderen politischen Positionen zu einer lebendigen Demokratie gehöre. Die mutwillige Zerstörung von Plakaten sei kein Kavaliersdelikt, sondern demokratiefeindlich und «ein Angriff auf die politische Kultur in unserem Kanton».




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