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Luzern

Stadt soll Notschlafstelle für Jugendliche schaffen

Wer minderjährig ist, soll künftig auf ein niederschwelliges Angebot zurückgreifen können, fordern Mitglieder im Stadtparlament.
Im vergangenen Jahr wurde die neue Notschlafstelle am Neuweg in Luzern eröffnet.
Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 21. 5. 2025)

Seit mehr als 40 Jahren gibt es die Notschlafstelle in Luzern. Dort bietet der Verein Jobdach eine kurzfristige Übernachtungsmöglichkeit für obdachlose Menschen an. 18 Betten gibt es in der neuen Notschlafstelle, die 2025 eröffnet worden war. Minderjährige haben dort jedoch keinen Zutritt.

Daher fordern die SP/Juso-Fraktion, die Grünen/JG-Fraktion sowie Anna-Lena Beck (GLP) und Timo Lichtsteiner (SVP), dass die Stadt eine Notschlafstelle explizit für Jugendliche prüft. Zwar gebe es bereits etwa Beratungsstellen oder die Möglichkeit für Notbett-Aufenthalte in der Kinder- und Jugendsiedlung Utenberg. Für die Nutzung des Notbetts sei das Einverständnis der Eltern nötig oder eine Anordnung durch die KESB. Zudem gebe es verschiedene Ausschlusskriterien, die einen Aufenthalt dort verunmöglichen.

Ein ähnliches Angebot gebe es bereits in Zürich. In der Stadt Bern wurde 2023 ein entsprechendes Angebot für Jugendliche geschaffen. Die Forderung nach einer Notschlafstelle für Jugendliche ist eine von mehreren in diesem Bereich, die in den letzten Monaten ins Stadtparlament getragen wurden: So ist etwa ein Vorstoss hängig, mit dem die Schaffung einer Notschlafstelle für Frauen gefordert wird. Ebenso die Forderung nach einem Gassentierarzt. (gwa)

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