Im Kanton Luzern sind 2025 27'200 Straftaten polizeilich registriert worden. Damit bleibt die Zahl gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert, liegt aber weiterhin über dem Niveau der Jahre 2014 bis 2023. Das zeigen neue Auswertungen von Lustat Statistik Luzern. Positiv fällt auf: Mit 5700 Straftaten pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner weist Luzern deutlich weniger Straftaten pro Kopf aus als die Schweiz insgesamt (rund 7100).
Sorgen bereiten hingegen zwei Entwicklungen. Die Luzerner Polizei registrierte 2025 mit gut 560 Delikten so viele Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 2011. Zudem ist von hoher Dunkelziffer auszugehen, da viele Vorfälle nie angezeigt werden.
Ebenfalls markant zugenommen hat die digitale Kriminalität. Mit gut 3300 registrierten Cyberdelikten wurde gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 28 Prozent verzeichnet. Den grössten Anteil machen Betrugsdelikte aus, etwa der Missbrauch von Online-Zahlungssystemen oder gestohlener Identitäten. Häufig registriert wurden zudem Betrugsfälle auf Kleinanzeigenplattformen sowie Phishing-Angriffe.
Den grössten Anteil aller registrierten Straftaten machten 2025 mit rund 21'800 Fällen Widerhandlungen gegen das Strafgesetzbuch aus. Zudem erreichten die Verstösse gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz mit knapp 1200 Fällen einen Höchststand. (rem)



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