Der Luzerner Stadtrat will die Vorgaben der UNO-Behindertenrechtskonvention systematisch umsetzen. Dazu will er eine Fachstelle für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung schaffen. Der Grosse Stadtrat hatte dazu im Juni 2024 eine Motion überwiesen. Bisher gibt es keine solche Stelle in der Stadtverwaltung, es werden aber einzelne Massnahmen umgesetzt, schreibt der Stadtrat in seinem Bericht + Antrag. Diese würden aber nur punktuell greifen und seien nicht ausreichend.
Die neue Fachstelle soll als Querschnittsstelle innerhalb der Verwaltung wirken. Sie sensibilisiert Mitarbeitende, berät Dienstabteilungen und unterstützt bei der barrierefreien Gestaltung von Angeboten, Kommunikation und Infrastruktur. Gleichzeitig dient sie als Anlaufstelle für die Bevölkerung, nimmt Anliegen auf und arbeitet mit Organisationen der Zivilgesellschaft zusammen.
Für die neue Fachstelle ist ein Pensum von 100 Stellenprozent vorgesehen. Dafür sowie für Sach- und Betriebsmittel beantragt der Stadtrat dem Grossen Stadtrat einen Sonderkredit über 3,24 Millionen Franken für zehn Jahre sowie einen Nachtragskredit zum Budget 2026 von 40'000 Franken. Die Fachstelle soll «idealerweise» ihre Arbeit ab Oktober 2026 aufnehmen. (spe)



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