16 Tage lang sind Inseli, Europa- und Bahnhofplatz ab kommendem Samstag wieder in der Hand der Lozärner Määs. Zum 652. Mal findet der laut eigenen Angaben «grösste Herbstanlass der Zentralschweiz» statt – mit viel Bewährtem und ein paar Neuigkeiten, nämlich diesen:
Riesenrad mit 24 rollstuhlgängigen Gondeln
Eine Premiere gibt's vor dem KKL: Das Riesenrad ist zwar immer noch 46 Meter hoch, doch neu sind alle 24 Gondeln rollstuhlgängig – bislang war dies nur bei einer der Fall. Dies unterstreicht laut den Verantwortlichen «die Bedeutung von Inklusion und Zugänglichkeit» an der Määs.

Fliegen in 42 Metern Höhe
Als «eigentlicher Star der diesjährigen Määs» gepriesen wird das Kettenkarussell «Sugar Rush». Hier fliegt man in 42 Metern Höhe und geniesst eine wunderbare Aussicht auf das Luzerner Seebecken. «Ich war an der Oktoberfest-Eröffnung in München, dort stehen gleich drei davon – es ist also momentan das Highlight», sagt Raoûl F. Mumenthaler von der städtischen Abteilung Stadtraum und Veranstaltungen an der Medienkonferenz vom Dienstag im Määs-Chalet. Toll sei bei diesem familientauglichen Fahrgeschäft, dass alle mitfahren können, weil die Fahrt schön ruhig verlaufe – und natürlich der «Panoramablick».
Nervenkitzel auf dem «Burner»
Wem das Kettenkarussell zu lasch ist, der oder die möge sich zum «Burner» bewegen. Dieses Rundfahrgeschäft hebt die Fahrgäste auf über 26 Meter Höhe und erreicht ein Tempo von bis zu 110 Kilometern pro Stunde. «Kein Durchgang gleicht dem anderen», heisst es in der Medienmitteilung. Sowohl der Burner als auch ein ähnlicher Kettenflieger waren in früheren Jahren schon an der Määs präsent. Der Lunapark ist täglich von 11 bis 22 Uhr (Freitag und Samstag sogar 23 Uhr) geöffnet.

Verrücktes Putztüechli an der Waren-Määs
81 Marktstände sind täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet – die meisten davon gehören quasi zum Määs-Inventar. «Das ist nicht langweilig, sondern gewollt», betont Helmuth Achermann von der IG Luzerner Herbstmesse und Märkte (LHMM). «Denn wir zählen viele Stammkunden und für sie müssen die Stände möglichst immer am gleichen Ort sein.» Erstmals vor Ort ist ein Marktfahrer mit einem laut eigenen Angaben verrückten Reinigungstuch. «Wer TikTok nutzt, kennt es», sagt Mumenthaler.
Kamera zählt neu die Besuchenden
Zuletzt eilte die Määs von Besucherrekord zu Besucherrekord: Letztes Jahr waren es 450'000. Diese Zahl war bislang geschätzt, nach Rücksprache unter anderem mit der Security, wie LHMM-Präsident Rico De Bona sagt: «Nun aber wollen wir es genau wissen.» Neu zählt eine Kamera im Raum Määs-Torbogen, wie viele Menschen unterwegs sind. Gefilmt wird dabei niemand. Es ist das gleiche System, das auch an der Fasnacht zum Einsatz kommt für das Crowdmanagement. Auf die Schlusszahl sei er gespannt.

Durchfahrt am Inseli nur für Berechtigte
Um die Sicherheit der Määs-Besuchenden und einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten, werden bewährte Massnahmen umgesetzt – und neue kommen hinzu: So wird die Durchfahrt am Inseliquai nur noch für berechtigte Motorfahrzeuge möglich sein. Dazu zählt die Zufahrt zum Bahnhofparking P3 (Uni). Für Anwohnende, Gewerbetreibende oder ihre Besuchenden ändere sich nichts.
Stadträtin Melanie Setz eröffnet Määs
Eröffnet wird die Määs am Samstag, 3. Oktober, um 10 Uhr beim Torbogen von Stadträtin Melanie Setz; begleitet vom traditionellen Böllerschuss und der Konfettibombe, aus der es 500 Fahrchips regnen wird. Mit Blick auf die Prognosen und in Erinnerung an die letzten Määs-Ausgaben bei mildem Herbstwetter erwartet De Bona schmunzelnd «vermutlich eine weitere Sommermesse» und sagt am Dienstag: «95 Prozent des Areals sind parat. Wir freuen uns auf viel Volk auf dem schönsten Messeplatz der Schweiz.»
Alles zum Programm gibt's auf der Määs-Website.



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