«NachtLeben» in Luzern

Ausstellung zeigt, wie Lichtverschmutzung Tiere stört – und auch Menschen

Nicht bloss Strassenlampen und Gebäudebeleuchtungen können nachtaktive Tiere stören. Auch Lichterketten im Garten und auf dem Balkon reichen schon.

Die Lichtverschmutzung nimmt zu: Zwischen 1994 und 2020 haben sich die Lichtemissionen in der Schweiz mehr als verdoppelt, teilt die Stadt Luzern mit. Das bringt für viele Tiere Probleme. Fledermäuse, Igel, Glühwürmchen und weitere lichtsensible Tierarten sind auf die Dunkelheit angewiesen.

Mit dem Plan Lumière sei die Stadt seit Jahren daran, die Beleuchtung auch unter ökologischen Aspekten zu verbessern. Private Gärten und Aussenräume würden aber zunehmend mit Lichterketten und Lämpchen dekoriert. Für Tiere können auch sie ein Problem darstellen.

Deshalb will die Stadt die Luzernerinnen und Luzerner mit der Ausstellung «NachtLeben» auf dem Mühlenplatz sensibilisieren. Dort befindet sich vom 17. bis 25. Oktober eine Teleskopnachbildung, mit der man auch tagsüber in den Sternenhimmel schauen kann – und zwar einmal mit und einmal ohne Lichtverschmutzung. Gleichzeitig wird auf Infotafeln erklärt, wie Lichtverschmutzung Fledermäuse oder Nachtfalter und auch uns Menschen selbst stört: Denn Kunstlicht kann sich negativ auf die Schlafqualität auswirken. Zur Ausstellung gibt's auch ein Begleitprogramm mit Exkursionen und Rundgängen. Mehr Informationen unter: www.stadtluzern.ch/nachtleben. (gwa)

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