Die Lichtemissionen im Kanton Luzern sollen reduziert werden. SP-Kantonsrat Marc Horat (Kriens) hat dazu eine Motion eingereicht. Er fordert, dass die Empfehlungen des Bundes verbindlich in kantonales Recht überführt und durch weitergehende Massnahmen ergänzt werden. Damit meint er beispielsweise gesetzlich festgelegte Ausschaltzeiten für nicht sicherheitsrelevante Beleuchtungen wie Schaufenster oder Werbescreens – beispielsweise zwischen 22 und 6 Uhr –, eine konsequente Bewilligungspflicht für besonders emissionsintensive Anlagen wie Reklameleuchten sowie der Schutz empfindlicher Gebiete durch sogenannte Dunkelschutzzonen im Richtplan.
«Der wirksame Schutz der Nacht ist längst überfällig», wird Horat, der das Planetarium im Verkehrshaus leitet, in einer Mitteilung zitiert. Andere Kantone wie Aargau, Zürich, Genf oder Fribourg hätten klare Regeln geschaffen. «Luzern hinkt hinterher – dabei ist der gesetzliche Spielraum längst vorhanden.» Lichtverschmutzung sei ein wachsendes Umweltproblem. Die künstliche Aufhellung der Nacht beeinträchtige den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus von Menschen und Tieren, gefährde die Biodiversität und habe negative Auswirkungen auf Gesundheit und Energieverbrauch. (fmü)
Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.