notifications
Sarnen

Siegerprojekt «steter Tropfen» überzeugt Jury

Im Rahmen des Neubaus und der Gesamterneuerung des Gemeindehauses Sarnen wurde das Kunst-und-Bau-Projekt vergeben. Ein Projekt überzeugte vollends.

Der Einwohnergemeinderat Sarnen hat auf Empfehlung einer breit abgestützten Fach- und Sachjury das Projekt «steter Tropfen» zur Realisierung bestimmt. Dies im Rahmen des Neubaus und der Gesamterneuerung des Gemeindehauses Sarnen, wie es in einer Mitteilung der Gemeinde heisst. Dem Entscheid sei ein sorgfältig durchgeführter, zweistufiger Wettbewerb vorausgegangen, der sich an der Wettbewerbsordnung für visuelle Kunst von Visarte Schweiz orientierte. Der Projektwettbewerb wurde öffentlich ausgeschrieben und stiess mit 26 eingereichten Dossiers in der Präqualifikationsphase auf ein «erfreulich grosses Echo». Aufgrund klar definierter qualitativer Kriterien lud die Jury fünf Kunstschaffende zur Teilnahme am eigentlichen Projektwettbewerb ein.

Einstimmige Empfehlung der Jury

Nach Begehungen vor Ort, einer intensiven Auseinandersetzung mit den eingereichten Projekten sowie persönlichen Präsentationen der Kunstschaffenden empfahl die Jury einstimmig dem Einwohnergemeinderat das Projekt «steter Tropfen» der Brüder Camillo und Giacomo Paravicini zur Ausführung. Ausschlaggebend sei die überzeugende Verbindung von Ort, Architektur und Inhalt sowie die eigenständige, poetische Umsetzung des Themas Wasser im Kontext der Gemeinde Sarnen gewesen.

Das Siegerprojekt sieht ein Wasserspiel in der gedeckten Eingangszone des neuen Gemeindehauses vor. In metallenen, farblich auf die Fassade abgestimmten Gefässen werden fallende Wassertropfen aufgefangen. Das leise, stetige Tropfen begleitet die Besucherinnen und Besucher akustisch und schaffe eine lebendige Atmosphäre. Die Arbeit thematisiere auf spielerische und zugleich ernsthafte Weise den Umgang mit Wasser und Naturgefahren im Sarneraatal und steht sinnbildlich für das kontinuierliche Engagement der Gemeinschaft. «Die Jury würdigte insbesondere die Einfachheit, Originalität und die starke inhaltliche Verankerung des Werks im lokalen Kontext», heisst es weiter.

Öffentliche Einsichtnahme

Die Bevölkerung erhält die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild vom Wettbewerb zu machen: Vom 12. Januar bis 9. Februar liegen die Eingabeunterlagen der am Wettbewerb beteiligten Kunstschaffenden öffentlich auf. Die Ausstellung findet im Foyer des provisorischen Gemeindehauses an der Rütistrasse 8 in Sarnen statt. Interessierte sind eingeladen, Einblick in die Vielfalt der künstlerischen Ansätze und in den sorgfältigen Wettbewerbsprozess zu nehmen.

Mit dem Kunst-und-Bau-Projekt werde das neue Gemeindehaus Sarnen nicht nur als zeitgemässes Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum, sondern auch als identitätsstiftender Ort für die Bevölkerung weiterentwickelt, heisst es zum Abschluss. (rwi/zvg)

So könnte das Gemeindehaus Sarnen von der Brünigstrasse aus nach dem geplanten Ausbau aussehen.
Bild: Visualisierung: PYXEL GmbH / zvg

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Kommentare (0)