Das Initiativkomitee zieht seine Initiative «Preisgünstigen Wohnraum erhalten – damit Wohnen in Kriens auch weiterhin bezahlbar bleibt» zurück, wie es am Donnerstag in einer Mitteilung schreibt. Grund: Der vom Krienser Einwohnerrat verabschiedete Gegenvorschlag zur Initiative der Grünen und der SP stelle einen «gangbaren Weg» dar. Dies, weil er «erstmals eine verbindliche kommunale Grundlage für die Förderung von preisgünstigem Wohnraum» schaffe.
Der im Gegenvorschlag bei Sonderbauvorschriften (Gestaltungs- oder Bebauungsplan) enthaltene Pflichtanteil von 25 Prozent gemeinnütziger Wohnungen bei grösseren Arealentwicklungen (mindestens 36 Wohneinheiten) sei ein verbindliches Instrument, um günstigen Wohnraum langfristig zu sichern. Weiter begrüsst das Komitee das Ziel der Stadt, den Anteil gemeinnütziger Wohnungen auf mindestens 10 Prozent zu erhöhen. Das sei «ein erster, notwendiger Einstieg, jedoch klar ein Minimalziel, das künftig erhöht werden muss», heisst es in der Mitteilung. Ebenfalls ist das Komitee erfreut darüber, dass die Kurzzeitvermietung von Wohnraum über Plattformen wie Airbnb stark eingeschränkt werden soll.
Das Komitee begrüsse die Förderung gemeinnützigen Wohnraums, «insbesondere angesichts der rund 3500 neuen Wohneinheiten, die in den nächsten Jahren entstehen werden», wird Zita Bucher (Grüne) vom Initiativkomitee in der Mitteilung zitiert. Die Ziele seien aber zu wenig ambitioniert. Es brauche konsequentere und verbindlichere Vorgaben.
Weiter muss laut Pia Engler (SP) bereits bestehender bezahlbarer Wohnraum besser geschützt werden: «Dass bei baulichen Veränderungen, die zu einer Mietzinsanpassung führen, lediglich eine Deklarationspflicht statt einer transparenten Offenlegung der Berechnung des neuen Mietzinses verlangt wird, ist nicht effektiv und wird sein Ziel verfehlen.» Das Komitee werde deshalb die Umsetzung des Wohnbaureglements «kritisch begleiten». (gwa)



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