Tourismus

Kleinseilbahnen-Projekt macht Tourismusregionen Engelbergertal und Uri neu erlebbar

Eine neue Erlebnisplattform verbindet Wanderungen, Naturerlebnisse und regionale Angebote um rund 60 Kleinseilbahnen in Uri, Ob- und Nidwalden.

Das kantonsübergreifende Kleinseilbahnen-Projekt fokussiert auf die touristische Vernetzung einer zusammenhängenden Erlebnisregion. Nun wurde es der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Rahmen des Bähndlitags der Freunde der Kleinseilbahnen wurde auf der Chrüzhütte Bannalp im Engelbergertal die neue Erlebniswelt «obsi und nidsi» offiziell vorgestellt. Die Uri Tourismus AG und die Engelberg-Titlis Tourismus AG haben das Projekt mit Unterstützung von Nidwalden Tourismus, dem Verein Urner Seilbahnen und Skilifte, den Freunden der Kleinseilbahnen, dem Seilbahnverband Nidwalden sowie rund 60 Kleinseilbahnen lanciert. Ziel: die Kleinseilbahnlandschaft der Zentralschweiz sichtbarer machen und Gästen neue Entdeckungen ermöglichen.

Die Verantwortlichen für das Kleinseilbahnen-Projekt obsi und nidsi
Bild: zvg

Einst dienten die Kleinseilbahnen vor allem dem Transport von Milch, Heu oder Geräten. Heute sind sie lebendiges Kulturgut und beliebtes Verkehrsmittel für Ausflüglerinnen und Wanderer – werden jedoch bislang vor allem lokal wahrgenommen. Mit «obsi und nidsi» werden die Bahnen und die damit verbundenen Erlebnisse erstmals auf einer Plattform gebündelt. Eine Karte bildet die Erlebnisregion ab und zeigt auf einen Blick, welche Angebote mit welcher Kleinseilbahn verbunden werden können. Zudem gibt es viele Hintergründe zu den Kleinseilbahnen und ihrer Geschichte zu erfahren. «Zwischen dem Engelbergertal und dem Urnerland eröffnet sich die weltweit grösste Dichte an kleinen Seilbahnen. Die Erlebnisplattform zeigt Gästen, welche Erlebnisse sich mit einer Fahrt verbinden lassen», wird Anja Müller, Projektleiterin bei Uri Tourismus, in einer Mitteilung zitiert.

Sanfter Tourismus und regionale Wertschöpfung

«‹Obsi und nidsi› fördert naturnahe und entschleunigte Ausflüge. Wir betonen bewusst die Einfachheit der Bahnen, welche Orte zugänglich machen, die ohne diese kleinen Seilbahnen oft nur schwer erreichbar wären. Gleichzeitig unterstützt das Projekt die regionale Wertschöpfung sowie kleine Betriebe und nutzt die bestehende Infrastruktur nachhaltig», so Nadine Rast, Projektleiterin obis und nidsi und Produkt-Managerin bei Engelberg-Titlis Tourismus. «Das Projekt wird zudem den Austausch fördern, zwischen Bahnen, Tourismusorganisationen und weiteren Partnern. Damit sichern wir die langfristige Weiterentwicklung der Kleinseilbahnen.» Obis und nidsi ist ein Projekt der Neuen Regionalpolitik (NRP) zur Förderung des Berggebiets in seiner regionalwirtschaftlichen Entwicklung und wird von Kantonen und vom Bund unterstützt. (zvg/MZ)

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