
Seit Freitag, 8. Mai ist der Gotthard-Pass wieder passierbar: Damit wurde die Passstrasse acht Tage früher eröffnet als dies im Jahr 2025 der Fall war. «Dank passender Witterung und geringerer Schneemengen als im Vorjahr schritten die Räumungs- und Instandsetzungsarbeiten auf der Gotthard-Passstrasse schneller voran als vorgesehen», teilte das Bundesamt für Strassen (Astra) am Dienstag mit.
Der Verkehr wurde am Freitag um 11 Uhr für den Verkehr freigegeben. Derzeit ist die Strasse offen, aber schneebedeckt. Die Gotthard-Passstrasse steht somit für die verkehrsintensive Reisezeit an Auffahrt und Pfingsten als Entlastung der A2 Nord-Süd-Achse zur Verfügung.

Mit der Öffnung des Passes treten auch Massnahmen in Kraft, um die Gemeinden entlang der A2 vor Ausweichverkehr zu schützen, teilt das Astra und der Kanton Uri mit. Dies betrifft die saisonale Verlängerung der Ausfahrt A2 Göschenen, die wieder in Betrieb genommen wird. Die verlängerte Ausfahrtsspur ist drei Kilometer lang, beginnt unmittelbar nach der Einfahrt Wassen und soll die Gemeinde vor Ausweichverkehr schützen. Über diese Ausfahrtsverlängerung gelangen Autofahrende auf die Gotthard-Passstrasse, ohne einen Stau vor dem Gotthard-Strassentunnel über die Kantonsstrasse und damit durch Siedlungsgebiet zu umfahren, teilt das Astra mit.

So schützt sich Uri vor dem Ausweichverkehr
Der Kanton Uri informierte über weitere Massnahmen, um Uri abseits der Transitachsen vor der Blechlawine zu schützen: So ist die Einfahrt in Göschenen ab drei Kilometern Stau geschlossen. Die Zeitfenster in Göschenen fallen weg. Die Einfahrt Wassen ist immer geöffnet. Ab einer Staulänge von acht Kilometern gilt ab dem Südportal des Seelisbergtunnels bis zur Ausfahrt Amsteg Tempo 80. In Erstfeld und Amsteg werden die Ausfahrten im Bedarfsfall dosiert. Ebenfalls bei Bedarf wird die Ein- und Ausfahrt in der Schöllenen nach Göschenen gesperrt, teilt der Kanton weiter mit.
Ab dem Auffahrtswochenende wird gemäss Astra auch am Südportal des Gotthard-Strassentunnels die Sonderfahrspur Airolo in Richtung Nufenen / Gotthard zur Verfügung stehen. Weitere Informationen zur Eröffnung werden im Laufe der nächsten Woche bekannt gegeben und auf der Astra-Seite veröffentlicht.
Teileröffnung am Susten verzögert, Furka bleibt noch Wochen zu
Auch auf den anderen Urner Pässen gehen die Arbeiten vorwärts. Allerdings macht das Wetter den Plänen einen Strich durch die Rechnung. So verzögert sich die Teilöffnung am Sustenpass. Am Mittwoch, 13. Mai, um 10 Uhr hätte der Bereich bis Sustenbrüggli für den Verkehr freigegeben werden sollen. Der Temperatursturz und die Niederschläge am 11. Mai hätten dazu geführt, dass in höheren Lagen noch einmal Schnee gefallen sei, so die Urner Baudirektion. Die Wintersperre am Susten dauert voraussichtlich bis Mitte Juni.
Aus Sicherheitsgründen seit Montagabend, 11. Mai, bis auf Weiteres geschlossen ist der Klausenpass. Dieser konnte dieses Jahr ebenfalls früher öffnen als gewohnt. Er war bereits seit 1. Mai befahrbar.
Am Oberalppass gilt wieder Winterausrüstung. Dieser konnte dieses Jahr sogar nochmals eine Woche früher für den Verkehr freigegeben werden: Er wurde am Freitag, 24. April als erster Urner Pass geöffnet.
Weiterhin geschlossen ist die Furkapassstrasse. Hier wird in Absprache mit dem Kanton Wallis eine Öffnung auf Ende Mai oder Anfang Juni angestrebt.
Eigenverantwortung vor jeder Passfahrt
Der Kanton Uri appelliert ansonsten an die Eigenverantwortung aller Verkehrsteilnehmenden und mahnt, dass alle Termine ohne Gewähr sind. Sie können sich abhängig von der Witterung um bis zu zwei Wochen verschieben. Die Baudirektion empfiehlt deshalb dringend, vor jeder Passfahrt den Strassenzustand abzuklären. Aktuelle Infos sind unter www.ur.ch/strasseninfos erhältlich.



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