Stadt Luzern

Katholiken haben gewählt – auch denjenigen Kandidaten, der bereits vor der Wahl verzichtet hatte

Alle vier Sitze im Kirchenrat der katholischen Kirchgemeinde Luzern wurden im ersten Wahlgang besetzt. André Bachmann hatte aber bereits im Vorfeld angekündigt, dass er eine Wahl nicht annehmen würde. Er wird nun ein Entlassungsgesuch einreichen.

Der Kirchenrat der Kirchgemeinde Luzern wurde am Sonntag neu gewählt. Vier von sechs Kandidierenden erreichten das absolute Mehr, womit kein zweiter Wahlgang nötig ist. Mit 2880 Stimmen erzielte Stephanie Plersch Jurt (bisher, Luzern) das beste Resultat, gefolgt von Barbara Sutter (bisher, Reussbühl), André Bachmann (bisher, Luzern) und Andrea Emanuele (neu). Das absolute Mehr lag bei 1662 Stimmen, die Stimmbeteiligung betrug 15,3 Prozent.

Die Gewählten bilden die neue Exekutive der katholischen Kirchgemeinde Luzern, die per 1. Januar 2027 mit der Kirchgemeinde Reussbühl fusionieren wird. Der grosse Kirchenrat wird an seiner konstituierenden Sitzung im Januar entscheiden, wer das Präsidium und die Verantwortung über die Finanzen übernehmen wird. Die Legislatur dauert bis Ende Mai 2030.

André Bachmann gab Verzicht bereits vor der Wahl bekannt

Obwohl kein zweiter Wahlgang nötig ist, werden die Stadtluzerner Katholikinnen und Katholiken in naher Zukunft nochmals abstimmen. Grund dafür ist, dass der gewählte Kirchenrat André Bachmann zehn Tage nach Publikation der Wahllisten seine Kandidatur zurückgezogen hatte. Er sprach gegenüber dieser Zeitung von einer «persönlichen Entscheidung», mehr Informationen gab er nicht bekannt.

Somit war bereits klar, dass Bachmann eine Wahl nicht annehmen würde. Das geht nun auch aus der Mitteilung der Ergebnisse hervor: «Ich danke dem Souverän für das mit der Wahl verbundene Vertrauen. Wie angekündigt kann ich die Wahl aus persönlichen Gründen nicht annehmen. Ich werde daher gemäss gesetzlicher Vorgabe beim Synodalrat der römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Luzern mein Entlassungsgesuch einreichen.» Wenn das genehmigte Gesuch vorliegt, werde eine Ersatzwahl organisiert.

Mit der Wahl am Sonntag folgten die Stimmberechtigten dem Vorschlag der Findungskommission. Auf deren Liste fehlte der Bisherige Michael Zeier-Rast (Luzern), der nun die Wiederwahl verpasst hat. Er kam auf 1293 Stimmen. Eine Begründung, wieso Zeier-Rast nicht zur Wahl vorgeschlagen wurde, wurde nicht kommuniziert. Ebenfalls das absolute Mehr verpasst hat Bernd Nilles (820 Stimmen, neu).

Der Kirchenrat besteht aus fünf Personen, wobei der fünfte Sitz einem geistlichen Mitglied zur Verfügung steht. In Luzern ist das Pfarrer Rafal Lupa von der Pfarrei St. Paul. (sig)

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Kommentare (0)