«Mysteriöse Vorgänge»

Brandalarm-Serie auf der Kapellbrücke sorgt jetzt international für Schlagzeilen

Die vielen Fehlalarme auf der Kapellbrücke wegen Spinnen sind nun definitiv zur Sommerstory 2026 geworden – nun greifen die grossen Nachrichtenagenturen das Thema auf.

19 Fehlalarme auf der Luzerner Kapellbrücke – ausgelöst durch Spinnen, die in die Brandmelder kriechen: Darüber berichten jetzt auch deutsche Medien reihenweise. «Mysteriöse Vorgänge: Ständig Brandalarm bei Kapellbrücke in Luzern – Spinnen?», titelte etwa der «Tagesspiegel» aus Berlin. «Bei Brandmeldungen an der hölzernen, überdachten Brücke werden jedes Mal Erinnerungen an eine Horrornacht vor 33 Jahren wach. 1993 brach dort ein Brand aus, der zwei Drittel des Oberbaus zerstörte», heisst es im Artikel weiter.

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Mittlerweile auch im Ausland ein Thema: Die Brandalarm-Serie bei der Kapellbrücke.
Bild: Screenshot Tagesspiegel

Auch «GEO» griff den Bericht auf, mit dem gleichen Wortlaut wie der Tagesspiegel – der entsprechende Artikel wurde von der Deutschen Depeschenagentur DPA unter Berufung auf die Primärquelle Luzerner Zeitung verfasst und in unserem nördlichen Nachbarland verbreitet. Zu finden ist der DPA-Artikel beispielsweise auch auf dem Portal der Weinheimer Nachrichten und der Odenwälder Zeitung, beim General-Anzeiger Bonn, bei den Grafschafter Nachrichten, bei der Allgäuer Zeitung, beim bayerischen Portal Idowa.de, bei Kölsch Radio, bei Schwäbisch.de oder bei der Westdeutschen Zeitung.

Grosse Beachtung findet die Brandalarm-Serie beim Luzerner Wahrzeichen auch in der Schweiz. Nachdem die Luzerner Zeitung Mitte Juni erstmals darüber berichtet hatte, griffen zunächst 20 Minuten und SRF das Thema auf. Im Radiobeitrag von SRF hiess es dann erstmals, dass Spinnen der Grund für die vielen Fehlalarme sind.

«Spinnende Brandmelder»

Am Freitag nun hat auch der Tagesanzeiger an prominenter Stelle in der Zeitung das Thema aufgegriffen, unter dem Titel «Spinnende Brandmelder». Und auch die Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete und beschaffte zusätzlichen O-Ton, den Guido Hürlimann, Projektleiter Erhaltungsmanagement Stadt Luzern, lieferte: «Die kleinen achtbeinigen Tiere krabbeln auch in die auf der Brücke installierten Brandmelder. In diesen lösen sie oder ihre Netze den Alarm aus. Netze ausserhalb des Brandmelders verursachten keinen Alarm.»

Im SDA-Bericht heisst es übrigens weiter, dass die «Alarmsaison bald vorbei» sei, «da die biologisch grösste Aktivität im Brückengebälk in den Sommermonaten» stattfinde. Nun, bis zum Ende des Sommers wird die Feuerwehr wohl noch ein, zwei Mal zum Luzerner Wahrzeichen eilen müssen – wir bleiben an der Sommerstory 2026 dran.

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