Die Hochschule Luzern (HSLU) bietet ab Herbst 2027 einen neuen Studiengang an, den die Bildungsstätte in einer Mitteilung vom Mittwoch als «schweizweit pionierhaft» bezeichnet: den «Bachelor in Business Law & LegalTech». In diesem geht es im Grundsatz darum, wie künstliche Intelligenz in der Arbeit der Juristerei eingesetzt werden kann.
«Die Digitalisierung verändert die Arbeit von Juristinnen und Juristen grundlegend. Künstliche Intelligenz unterstützt bereits heute bei der Analyse von Verträgen, der Recherche oder der Erstellung von Dokumenten. Dadurch verschieben sich die Anforderungen an Fachkräfte: Gefragt sind nicht mehr allein juristische Kenntnisse, sondern auch ein Verständnis für digitale Technologien und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge», heisst es in der Mitteilung dazu. Und Studiengangleiter Professor Christoph Hauser wird wie folgt zitiert: «Die Studierenden schlagen die Brücke zwischen Recht, Technologie und Management. Sie verstehen die Möglichkeiten und Grenzen von KI und können deren Einsatz in Unternehmen mitgestalten.»
Künftigen Absolventinnen und Absolventen stehen gemäss HSLU vielfältige Möglichkeiten in den Rechts-, Steuer-, HR- oder Compliance-Abteilungen von Unternehmen, Banken, Versicherungen oder Behörden offen. Insgesamt sind im Studiengang-Beschrieb 17 Tätigkeitsfelder aufgelistet. Zugelassen werden Personen, die über eine Berufsmatura, Matura oder einen gleichwertigen Abschluss sowie über einschlägige Arbeitswelterfahrung verfügen. Der Bachelor Business Law & LegalTech kann in Vollzeit oder berufsbegleitend absolviert werden. Auch Auslandssemester sind möglich.
«Dieser Studiengang wird Erfolg haben»
Der Luzerner Bildungsdirektor Armin Hartmann ist vom neuen Studiengang überzeugt: «Wir stellen fest, dass sich die Kompetenzen ändern, die vom Arbeitsmarkt nachgefragt sind. Sie werden interdisziplinärer.» Der neue Bachelor berücksichtige dies. Ihm sei es wichtig, dass die HSLU innovativ sei und immer wieder prüfe, wie sich der Arbeitsmarkt verändere. «Das wurde hier gemacht, weshalb wir überzeugt sind, dass dieser Studiengang Erfolg haben wird.»
In der Mitteilung der HSLU wird als ein konkretes Berufsbild die Projektleitung für die digitale Transformation in öffentlichen Verwaltungen genannt. Regierungsrat Hartmann ist sicher, dass künftige Absolvierende des neuen Bachelors auch in der Luzerner Kantonsverwaltung Jobs finden werden. «Wir sind mit vielen Rechtsfragen konfrontiert, etwa als Beschwerdeinstanz. Hier gibt es mit KI fast unbegrenzte Möglichkeiten. Das passt somit perfekt zusammen.»



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