Zwar machen die Eisheiligen ihrem Namen gerade alle Ehre – es ist für die Jahreszeit eher kühl – doch die ersten Hitzetage sind wohl nicht mehr weit. Zum fünften Mal in Folge lanciert die Stadt Luzern daher ihr Präventions- und Beratungsangebot für vulnerable ältere Personen während Hitzewellen.
Dazu gehört erneut der Telefondienst. Wer möchte, kann sich ab dem dritten aufeinanderfolgenden Hitzetag einmal täglich vom Roten Kreuz anrufen lassen. Dieses Angebot richtet sich an über 75-Jährige, die im Alltag nicht auf Familie, Bekannte oder Nachbarschaft zählen können.
Dem Schreiben, das in diesen Tagen an die rund 7700 Einwohnenden über 75-jährig geht, liegt neu eine Stadtkarte mit 36 gekühlten Räumen oder Orten mit kühlem Raumklima bei. Darunter sind die meisten Kirchen, aber auch die ZHB oder die Confiserie Bachmann bei der Tribschenstadt. Warum gerade letztere? «Wir möchten möglichst in allen Stadtteilen kühle Orte anbieten – im Tribschen-Quartier war dies etwas schwieriger, weswegen wir bei Bachmann angefragt haben», sagt Mirjam Müller-Bodmer, Leiterin Fachstelle für Altersfragen, auf Nachfrage. Wobei bei gewissen kühlen Orten wie eben der Confiserie oder dem Kunstmuseum ein Sternchen auf die Konsumationspflicht hinweist. «Es geht ja nicht darum, dass jemand den ganzen Tag dort verbringt, sondern als Beispiel nach einem Termin froh ist um einen kurzzeitigen Rückzugsort in der Nähe», sagt Müller.
Hier ist «kein kühles Raumklima garantiert»
Dazu enthält die Stadtkarte 14 Aufenthaltsorte, wo «kein kühles Raumklima garantiert» ist – es sind öffentliche Begegnungsorte wie etwa die verschiedenen Vicino-Standorte. Die Erarbeitung dieser Karte geht auf ein teilweise erheblich erklärtes FDP-Postulat zurück. Der Stadtrat hielt damals als eine von mehreren Massnahmen fest, das bestehende Schreiben an die ältere Bevölkerung mit quartierspezifischen Hinweisen zu kühlen Rückzugsorten zu erweitern. (hor)
041 208 77 77 (Stadt Luzern)
041 329 19 90 (Stadt Kriens)
Die Stadt Luzern informiert die Betagten auch mit einem Merkblatt über drei goldene Verhaltensregeln, um sich vor Hitze zu schützen:
Körperliche Anstrengungen meiden: Heisse Tage ruhig angehen und im Schatten bleiben, salzhaltiges konsumieren bei Schwitzen, Haut bedecken und Sonnencreme nehmen.
Hitze fernhalten, Körper kühlen: Fenster am Tag schliesse, lüften in der Nacht und frühmorgens. Körper kühlen mit Duschen, kalten Tüchern, Fuss- und Handbäder nehmen.
Viel trinken, leicht essen, Medikamente anpassen: Mindestens 1,5 Liter trinken, aber Alkohol und Süssgetränke meiden. Wasserreiches Obst und Gemüse essen, fettreiches meiden. Dosierung von Medikamenten mit Fachpersonen abklären.
- Alterszentrum St. Anna
- Confiseur Bachmann, Standort Tribschen
- Elisabethen Park
- Franziskanerkirche
- Hofkirche
- im Bergli
- Jesuitenkirche
- St. Anton Kirche
- St. Johannes Kirche
- St. Karl Kirche
- St. Michael Kirche
- St. Paul Kirche
- St. Philipp Neri Kirche
- St. Theodul Littau
- Kunstmuseum Luzern
- Neubad
- Peterskapelle
- Ref. Kirche Weinbergli
- Ref. Lukaszentrum Steinhof
- Luzern Viva Luzern Staffelnhof
- Zentral- und Hochschulbibliothek
- Bibliothek Ruopigen
- Bourbaki
- Der MaiHof
- Ref. Kirche Littau-Reussbühl
- Tertianum Bellerive Vicino Littau
- Vicino Neustadt
- Vicino Schönbühl
- Vicino Wesemlin
- Vicino Würzenbach
- Viva Luzern Dreilinden
- Viva Luzern Eichhof
- Viva Luzern Rosenberg
- Viva Luzern Wesemlin





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