Das Mädchen Nana lebt auf einer der zahlreichen kargen Inseln von Kap Verde. Ihre Eltern haben die Insel verlassen und so auch ihre kleine Tochter. Geblieben ist bloss eine Studiofotografie, welche Nanas Mutter Nia von sich und ihrer kleinen Tochter hat machen lassen, bevor sie diese in die Obhut fremder Frauen der Insel gegeben hat und abgereist ist.
Viele Menschen haben die Insel in all den Jahren verlassen, sind der Trockenheit entflohen in der Hoffnung, woanders ein neues, aussichtsreicheres Leben zu beginnen. Die Frauen der auf der Insel verbliebenen Familien kümmern sich um Mädchen wie Nana, ziehen sie gross. Wie zentral Spiritualität und Naturverbundenheit beim Inselvolk sind, zeigt sich, als Nana an einem starken Fieber leidet und zu einer alten Schamanin am Fusse des Vulkans geschickt wird.
Nana bleibt auf der Insel und arbeitet – nun zum Teenager herangewachsen – in der Bäckerei ihres Onkels, stellt Kuchen her und erweist sich als geschickte Verkäuferin. An Nanas 16. Geburtstag taucht ihre Mutter zum ersten Mal wieder auf.
«Hanami» ist der erste Langfilm der portugiesisch-kapverdischen Regisseurin Denise Fernandes (*1990). Darin spürt sie bewusst ihren eigenen Wurzeln nach. Der audiovisuell poetisch aufgeladene Film behandelt Themen, welche Teil des Lebens auf den Kap Verden sind – Migration, der Ruf der Ferne, aber auch Rückkehr, Heimatverbundenheit und Sehnsucht.
Der Fliz Filmklub Zug zeigt «Hanami» am Montag, 13. Juli, um 20 Uhr im Kino Seehof. Im Anschluss ein Saalgespräch mit Filmeditorin Seline Dettwiler. (fae)


Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.