Vier Köpfe, vier Persönlichkeiten, vier Verantwortungsbereiche und eine gemeinsame Zukunft: Hermi Herger übergibt nach 35 Jahren die operative Geschäftsleitung der Gotthard Holzbau GmbH an ein vierköpfiges Team aus den eigenen Reihen. Mit Sämi Herger, Beat Kempf, Stefan Kneubühler und Nicole Briker übernehmen ab 1. Januar 2027 vier Personen Verantwortung, die das Unternehmen und dessen Abläufe seit Jahren kennen, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens.
Die Verantwortung wird künftig auf mehrere Schultern verteilt. Sämi Herger übernimmt mehr Aufgaben in den Bereichen Planung, Projektierung und Bauleitung. Beat Kempf wird für Tätigkeiten in den Bereichen Produktion, Infrastruktur und Montage verantwortlich sein. Stefan Kneubühler wird sich um Kalkulation, Akquisition sowie Projekt- und Kapazitätsplanung kümmern. Und Nicole Briker ist künftig in einem Teilzeitpensum für Administration, Personal, Marketing und Finanzen zuständig.
Für Hermi Herger sei es der richtige Zeitpunkt für diesen Schritt. Besonders freut ihn, dass es eine interne Lösung gibt. Ganz verabschiedet er sich aber nicht. «Getschwiliger Hermi» bleibt dem Unternehmen im Hintergrund erhalten und begleitet den Übergang mit seiner Erfahrung. Gleichzeitig gewinnt er nun mehr Zeit für Familie und Grosskinder, eigene Projekte sowie seine Hobbys wie die Jagd oder die Gruonwald-Sägerei.
Vom Einmannbetrieb zum KMU mit 35 Mitarbeitenden
1991 hatte Hermi Herger als 23-jähriger Zimmermann nach seiner Zweitlehre als Schreiner den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Der Holzbaubetrieb war zunächst in das Baugeschäft seines Schwagers integriert. Als Werkstatt diente eine einfache Baracke hinter dem Bahnhof Altdorf. 1992 folgte der Umzug in eine Lagerhalle an der Kornmattstrasse in Altdorf. Eine wichtige Stütze beim Aufbau des Unternehmens war von Beginn an Hermi Hergers Frau Ursi, die den Betrieb über all die Jahre in verschiedenen Funktionen mitprägte.
2001 gründete Hermi Herger die Gotthard Holzbau GmbH und bezog eine Halle an der Schachengasse in Schattdorf. Vier Jahre später folgte eine grosse Bewährungsprobe: Beim Unwetter 2005 stand das Wasser in der Werkstatt 1,20 Meter hoch. Doch aufgeben war keine Option. Die Firma und ihr Kundenstamm wuchsen stetig.
2016 zog Gotthard Holzbau GmbH nach Flüelen, mietete von der Gemeinde die Halle im Unteren Aschorenplanggen und baute den Standort zum Gewerbezentrum Aschoren aus. Aus dem kleinen Handwerksbetrieb entwickelte sich eine breit aufgestellte Holzbauunternehmung mit rund 35 Mitarbeitenden. Die Firma kann dabei auf viele langjährige Mitarbeitende zählen, wie es in der Mitteilung heisst.
Insgesamt 35 Lernende ausgebildet
In den vergangenen Jahrzehnten hat die Firma eine breite Palette an Neu- und Umbauten realisiert. Viele Bauprojekte würden Hermi Herger in Erinnerung bleiben, an denen er und sein Team gewachsen sind. Einen Namen gemacht habe sich Gotthard Holzbau in den vergangenen Jahren insbesondere mit Umbauten und Sanierungen im denkmalpflegerischen Bereich sowie mit Baubegleitungen bei Neubauprojekten. Unverändert geblieben sei dabei die Leidenschaft von Hermi Herger für das Holz aus der Region.
Neben der Bautätigkeit hatte auch die Nachwuchsförderung stets einen hohen Stellenwert: Bis heute haben 27 Lernende ihre Ausbildung bei der Gotthard Holzbau GmbH abgeschlossen, weitere acht befinden sich derzeit in Ausbildung.
Trotz des Wachstums sei Gotthard Holzbau seinen Wurzeln treu geblieben: Qualität, Kundennähe, Bodenständigkeit und die Freude am Handwerk prägen das Unternehmen bis heute. Daran soll sich auch mit der neuen Geschäftsleitung nichts ändern – was in 35 Jahren aufgebaut wurde, bilde das Fundament für die Zukunft, heisst es zum Abschluss der Mitteilung. (rwi)



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