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Wirtschaft

Einblick in ein Jahrhundert-Bauwerk

Eindrückliche Kulisse: Vor seiner GV in Göschenen nahm der Zentralschweizer Carrosserieverband einen Augenschein vom Bau der zweiten Gotthardröhre.
Verbandspräsident Thomas Jauch mit Wettbewerbssiegerin Céline Wicki aus Attinghausen und Romy Abel, Amt für Berufsbildung Kanton Uri. (Bild apimedia)
Bild: apimedia/zvg

Der Bau der zweiten Gotthardröhre schreitet planmässig voran. Auf der Nordseite sind bereits 2,5 Kilometer Tunnel realisiert. Davon konnten sich die Mitglieder von Carrosserie Suisse Zentralschweiz am Donnerstagnachmittag live vor Ort überzeugen. Die zahlreichen Besucher waren sichtlich beeindruckt von den Arbeiten am Jahrhundert-Bauwerk. Nach der Besichtigung des Infozentrums und einem kurzen Apéro in der Aula «elf elf» widmeten sie sich dann dem eigentlichen Grund ihrer Reise nach Göschenen, der 83. ordentlichen Generalversammlung des Carrosserieverbandes.

Neue digitale Plattform

Gemäss Präsident Thomas Jauch gestaltet sich die Suche nach geeignetem Nachwuchs weiterhin schwierig. Deshalb sein Appell an die Unternehmer: «Nehmt euch die Zeit, wenn Jugendliche für eine Schnupperlehre anklopfen, sonst entscheiden sie sich für einen anderen Beruf und wir sehen sie nie wieder.» Einige Betriebe tun dies bereits vorbildlich. Romy Abel vom Amt für Berufsbildung des Kantons Uri dankte ihnen für ihre hohe Ausbildungsbereitschaft und ihre wertvolle Arbeit zugunsten des Nachwuchses.

Dann berichtete Chefexperte Alfred Gabriel über das erste Qualifikationsverfahren im neuen Beruf Carrosseriereparateur/in EFZ. Aus Sicht der Organisatoren sei alles reibungslos verlaufen, ebenso für die Lernenden, die alle bestanden haben. Und schliesslich erläuterte Peter Elsasser, Leiter Bildung beim Dachverband Carrosserie Suisse, die digitale Plattform «Hazu», die alle an der Ausbildung beteiligten Parteien noch besser vernetzen und den Lernprozess vereinfachen soll. «Hazu» steht den Betrieben ab Sommer 2026 zur Verfügung.

Ehrung für starke Lernende

Eine besondere Ehrung erfuhren die drei Besten des Projektwettbewerbs, den der Verband jeweils im Ausbildungszentrum in Ebikon für die Lernenden des 3. Lehrjahres durchführt. Carrosserielackiererin Céline Wicki aus Attinghausen (Brand Automobile AG, Schattdorf), Carrosseriespengler Tim Sprenger aus Littau (Fuchs GmbH, Schachen) und Fahrzeugschlosser Raphael Achermann aus Greppen (Lanz + Marti AG, Sursee) durften aus den Händen von Geschäftsführer Marcel Kaufmann den Wanderpokal entgegennehmen. Auch Kaufmann selbst durfte sich über eine Ehrung freuen: seit mittlerweile 15 Jahren amtet er als Geschäftsführer von Carrosserie Suisse Zentralschweiz.

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