Geht es um Kantonsstrassen, entscheidet der Kanton, wo es Fussgängerstreifen braucht. Doch künftig will er die betroffenen Gemeinden stärker in die Entscheidung einbeziehen. Es war Manuela Jost-Schmidiger, Mitte-Kantonsrätin und Gemeinderätin von Beromünster, die vergangenen Herbst «bessere Mitsprache» verlangte. Sie kritisierte, der Kanton entscheide bei der Aufhebung von Fussgängerstreifen zu oft nach strikten Vorgaben, ohne nötiges Augenmass und entgegen der Meinung der Gemeinden. Das provoziere neue Messungen oder Einsprachen.
Die Regierung schreibt nun, künftig werde der Kanton die Gemeinden vermehrt frühzeitig in die Planung einbeziehen – etwa im Rahmen von gemeinsamen Begehungen oder Projektsitzungen. Zudem strebe der Kanton «eine verbesserte Kommunikation und Sensibilisierung der Gemeinden an, sodass Entscheide nachvollziehbar sind». Die Regierung versichert zwar, der Kanton zeige sich bei der Aufhebung von Fussgängerstreifen «zurückhaltend», weist aber auch darauf hin, dass Fussgängerstreifen nur dann realisiert werden oder bestehen bleiben sollen, wenn sie die Verkehrssicherheit auch wirklich erhöhen. (lf)




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