Studie

Fischbestand im Vierwaldstättersee bleibt stabil – Alpnachersee verliert

Der Fischbestand im Vierwaldstättersee bleibt stabil. Die Erwärmung hinterlässt jedoch Spuren.

Der Fischbestand im Vierwaldstättersee präsentiert sich stabil und naturnah. Zu diesem Schluss kommt die zweite standardisierte wissenschaftliche Befischung, die 2025 im Auftrag der Fischereikommission Vierwaldstättersee und mit Unterstützung des Bundesamts für Umwelt durchgeführt wurde. Auffällig ist allerdings die Zunahme wärmeliebender Fischarten. Gleichzeitig nahmen Bestände von Arten ab, die in grösseren Tiefen leben. Darunter sind etwa Seesaiblinge und Trüschen.

Die Untersuchung erfasst sämtliche Fischarten systematisch und ermöglicht so einen Vergleich mit der ersten Befischung von 2014 sowie mit dem 2018 untersuchten Alpnachersee. Während sich der Vierwaldstättersee insgesamt in einem guten ökologischen Zustand befindet, hat sich der Fischbestand im Alpnachersee verschlechtert. Dort gingen sowohl die Fischdichte als auch die Fischbiomasse zurück. Weshalb sich die beiden verbundenen Seeteile unterschiedlich entwickeln, ist laut dem Bericht bislang unklar.

Als entscheidende Faktoren für die künftige Entwicklung nennen die Forschenden die fortschreitende Erwärmung der Gewässer, veränderte Nährstoffverhältnisse und invasive Arten wie die Quaggamuschel. Deshalb empfehlen sie eine kontinuierliche Überwachung der Fischbestände sowie gezielte Massnahmen zur Verbesserung der Lebensräume. (rem)

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