In diesen Tagen geht an den Urner Schulen das Schuljahr zu Ende. Für Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen, Schulleitungen und Schulbehörden beginnt damit die Sommerpause. Hinter den Kulissen seien die Arbeiten für das neue Schuljahr jedoch bereits weit fortgeschritten. Das teilt die Bildungsdirektion mit.
Wie eine aktuelle Erhebung des Amts für Volksschulen zur Anstellungssituation zeige, seien für das Schuljahr 2026/2027 insgesamt 58 Lehrpersonen neu gesucht worden: 8 auf der Kindergartenstufe, 25 auf der Primarstufe und 25 auf der Oberstufe. Insgesamt sind es 3478 Stellenprozente, knapp 35 Vollzeitstellen. Bis zum 15. Juni 2026 konnten 14 von 16 befragten Schulen sämtliche Stellen besetzen, schreibt die Direktion. Offen waren zu diesem Zeitpunkt noch zwei kleinere Pensen auf der Oberstufe: WAH (Wirtschaft, Arbeit, Haushalt) im Zyklus 3 mit 8 Lektionen und Musik mit 2 Lektionen.
«Die Besetzung von Lehrpersonenstellen ist anspruchsvoll und verlangt von den Schulleitungen viel Engagement, Ausdauer und ein gutes Netzwerk», wird Regierungsrat Georg Simmen, Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Uri, in der Mitteilung zitiert. «Daher ist es keine Selbstverständlichkeit, dass die Urner Schulen ihre Stellen grösstenteils bereits vor den Sommerferien besetzen konnten. Das ist sehr erfreulich und das Ergebnis einer sorgfältigen und engagierten Arbeit.»
Keine Entwarnung auf dem Lehrpersonenmarkt
Die Erhebung des Amts für Volksschulen zeige aber auch, dass die Situation auf dem Arbeitsmarkt für Lehrpersonen weiterhin angespannt bleibe. Besonders auf der Oberstufe und in einzelnen Fachbereichen sei die Rekrutierung anspruchsvoll. Mehrere Schulen erleben, dass auf Ausschreibungen nur wenige oder kaum valable Bewerbungen eingehen und dass Stellen nur dank persönlicher Kontakte, interner Lösungen und flexibler Pensenaufteilung besetzt werden können. Auch bei Fachlehrpersonen und in spezialisierten Funktionen, insbesondere in der Schulischen Heilpädagogik, bleibt die Suche herausfordernd, heisst es.
«Somit bleibt der Lehrpersonenmangel eine Realität, die uns weiterhin beschäftigen wird», so Georg Simmen. «Umso wichtiger sind die gute Zusammenarbeit zwischen Schulen, Gemeinden und Kanton sowie der gemeinsame Einsatz für attraktive Anstellungsbedingungen.» (mka)


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