Das Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) beteiligt sich an einer neuen alpinen Solaranlage im Engadin, wie das Unternehmen mitteilt. Konkret handelt es sich um das Solarkraftwerk Samedan zwischen dem Flughafen Samedan und der Flaz. Das EWN kauft Anteile von der TNC Consulting AG und beteiligt sich damit mit 24 Prozent an der Anlage.
Das Solarkraftwerk hat im Dezember 2025 alle nötigen Bewilligungen erhalten. Der Baustart der Anlage ist im Frühling 2027 geplant. Die erste Einspeisung von Solarstrom erfolgt voraussichtlich Ende 2027. Dann soll die Hälfte der Anlage in Betrieb sein. Die komplette Fertigstellung der Anlage ist im Dezember 2028 geplant.
«Uns ist keine bessere Anlage bekannt», wird EWN-Direktor Remo Infanger in der Mitteilung zitiert. Sie befinde sich angrenzend zum Flughafen in einer flachen Ebene, habe eine hohe Sonneneinstrahlung und sei einfach zugänglich. Auch dank des nahen Netzanschlusses und der Nähe zur Besiedlung biete der Standort aus technischer und finanzieller Sicht Vorteile. Gleichzeitig sei die landwirtschaftliche und touristische Nutzung weiterhin möglich.
Beteiligung statt eigener Anlage
Im Rahmen des Solarexpresses prüfte das EWN zwischen 2023 und 2024 auch mögliche Standorte für alpine Photovoltaik-Anlagen im Kanton Nidwalden. Diese wurden aus wirtschaftlichen Gründen vorläufig nicht weiterverfolgt. «Die Beteiligung am Solarkraftwerk Samedan entspricht vollends unserer Strategie und ermöglicht dem EWN eine lokale Diversifizierung der Produktion, insbesondere im kritischen Winterhalbjahr», so Infanger weiter. Der Winterstromanteil der Anlage liege bei rund 47 Prozent.
Mit der Beteiligung wird das EWN gleichzeitig Aktionär der gemeinsamen Gesellschaft Energia Solara Engiadinaisa SA. An der Generalversammlung vom 17. August wurde Remo Infanger als neues Mitglied in den Verwaltungsrat gewählt. (mka)



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