Kanton Uri

Windprojekte auf dem Gütsch und im oberen Riental wurden feierlich eingeweiht

Mit Gästen feierten das Elektrizitätswerk Ursern und die Windpark Uri AG den Ausbau der Windenergie auf dem Gütsch in Andermatt und im oberen Riental in Göschenen auf über 2300 Metern über Meer.

Vor gut zwei Jahren sei mit einem gemeinsamen Spatenstich der Startschuss für zwei bedeutende Windenergieprojekte im Kanton Uri gefallen. Heute seien die Projekte Realität, schreiben das Elektrizitätswerk Ursern und die Windpark Uri AG in einer Medienmitteilung. «Wir sind stolz, mit diesem erfolgreichen Projekt einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energieproduktion zu leisten», wird Daniel Gisler, Verwaltungsratspräsident des EW Ursern, zitiert. Durch Aufträge an viele Urner Unternehmer konnte auch ein grosser Teil der Wertschöpfung im Urserntal und im Kanton Uri behalten werden.»

Auf dem Gütsch in Andermatt sei im Gebiet der Korporation Ursern der bestehende Windpark im Besitz des EW Ursern mit einer zusätzlichen Anlage erweitert und eine bestehende Anlage durch ein leistungsstärkeres Modell ersetzt worden, so die Mitteilung weiter. Das EW Ursern produziere auf dem Gütsch seit 2004 Strom aus Windkraft. 2010 und 2012 sei ein erster Ausbau des Windparks auf dem Gemeindegebiet von Andermatt erfolgt. Die zwei neuen Windenergieanlagen hätten eine Leistung von je 2,3 Megawatt. Durch diesen Zubau könne eine zusätzliche Stromproduktion von rund 7 Gigawattstunden pro Jahr erreicht werden. Daniel Gisler: «Die jährliche Energiemenge des Windparks des EW Ursern beträgt je nach Windaufkommen zwischen 11 und 12 Gigawattstunden, was mehr als einer Verdopplung der bisherigen Stromproduktion entspricht.»

Neubauprojekt Windpark Uri

Der Windpark Uri sei im Gebiet der Korporation Uri im oberen Riental auf dem Gemeindegebiet von Göschenen realisiert worden und liege somit im Versorgungsgebiet von Energie Uri. Erste Pläne dafür habe es bereits 2019 gegeben, die in den Folgejahren in Zusammenarbeit mit dem Kanton Uri, der Korporation Uri und dem Bundesamt für Energie vorangetrieben worden seien.

Die Projektverantwortlichen von Energie Uri hätten für die Windpark Uri AG ebenfalls zwei Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 4,6 Megawatt errichtet, was eine Jahresproduktion von rund 8,5 Gigawattstunden erneuerbarer Energie ermöglichen solle. Werner Jauch, CEO von Energie Uri und Verwaltungsratspräsident der Windpark Uri AG, hielt fest: «Windenergie ergänzt unser Energieportfolio optimal. Gerade in den Wintermonaten leisten die Windenergieanlagen einen wichtigen Beitrag zur erneuerbaren Stromversorgung, da rund 60 Prozent der Windenergieproduktion in die kalte Jahreszeit fallen – genau dann, wenn erneuerbarer Strom besonders gefragt ist.» An der Windpark Uri AG seien neben der Energie Uri AG auch die Korporation Uri und die Andermatt Swiss Alps AG im Rahmen eines Partnerwerks beteiligt.

Mit den beiden Projekten des EW Ursern und der Windpark Uri AG werde die jährliche Windstromproduktion an den beiden Standorten von bisher rund 6 Gigawattstunden auf rund 20 Gigawattstunden jährlich gesteigert.

Wertschöpfung bleibt in der Region

Neben der zusätzlichen erneuerbaren Stromproduktion profitiere auch die Urner Wirtschaft von den beiden Projekten. Für die Realisierung seien zahlreiche Aufträge an Unternehmen aus Uri vergeben worden. Damit habe ein bedeutender Teil der mit den Bauarbeiten verbundenen Wertschöpfung in der Region gehalten werden können. Auch Bau- und Energiedirektor Hermann Epp unterstrich an der Einweihungsfeier die Bedeutung der Projekte für den Kanton: «Mit den im oberen Riental und auf dem Gütsch realisierten Windprojekten wurde im Kanton Uri ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende erbracht. Gleichzeitig hat das Projekt viele Aufträge für Urner Unternehmen generiert, trägt zur Sicherung von lokalen Arbeitsplätzen bei und führt zu einem grossen volkswirtschaftlichen Nutzen für das Urserntal und den ganzen Kanton Uri.»

Gute Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg

Die erfolgreiche Realisierung der beiden Windenergieprojekte sei das Ergebnis einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit, bei der das vorhandene Synergiepotenzial bestmöglich genutzt worden sei. Die Umsetzung der beiden Projekte in der alpinen Umgebung habe dabei besondere Anforderungen an Planung, Bewilligungsverfahren, Logistik und Bauausführung gestellt.

Die Projektverantwortlichen bedankten sich an dieser Stelle bei den verantwortlichen Stellen des Kantons Uri, den Gemeinden Andermatt und Göschenen sowie den Korporationen Uri und Ursern für die Unterstützung und die konstruktive Begleitung während der gesamten Projektphase. Ein besonderer Dank gelte ebenso allen Planern, Unternehmen, Mitarbeitenden und weiteren Beteiligten, die mit ihrem Engagement und ihrer Fachkompetenz zur erfolgreichen Realisierung der beiden Projekte beigetragen hätten.

Mit der Einweihung der beiden Windparks am vergangenen Samstag habe ein Projekt abgeschlossen werden können, das vor gut zwei Jahren mit dem gemeinsamen Spatenstich begonnen habe. Was damals als wichtiger Schritt für die Urner Energieproduktion angekündigt worden sei, sei heute sichtbare Realität: mehr erneuerbare Energie, mehr Winterstrom und mehr regionale Wertschöpfung, produziert mitten in den Urner Bergen. (mu/zvg)

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