Die Jahresrechnung 2025 wurde an der von 47 Personen, davon 38 Stimmberechtigten, besuchten Gemeindeversammlung am Mittwochabend in Erstfeld mit grossem Mehr genehmigt. Bei Aufwendungen von 15,155 Millionen und Erträgen von 15,645 Millionen Franken schliesst diese mit einem Gewinn von 489'732 Franken ab, wie Gemeindeverwalterin Rebekka Wyler informieren konnte.
Den von Gemeindepräsident Walter Marty vorgestellten Einbürgerungsgesuchen von fünf deutschen sowie einer kroatischen Staatsangehörigen wurde entsprochen.
Die Rechnung 2025 des «Spannort» wurde gutgeheissen. Geschäftsleiter Engelbert Zurfluh führte aus, dass bei einem Aufwand von mehr als 7,78 Millionen und einem Ertrag von über 7,76 Millionen ein Verlust von rund 21'600 Franken resultiert.
Der Jahresrechnung der Gemeindewerke wurde einstimmig zugestimmt. Gemäss Geschäftsführer Peter Dittli schliesst das Geschäftsjahr 2025 der Gemeindewerke Erstfeld mit einem Unternehmensgewinn von mehr als 1,61 Millionen Franken ab. Im Bereich Elektrizitätsversorgung resultiert ein Betriebsgewinn von über 1,54 Millionen Franken. Die geringere Stromproduktion führte dazu, dass die daraus resultierenden Erträge aus dem Verkauf des selbst produzierten Stroms gesunken sind. Die Sparte Wasserversorgung erwirtschaftete einen Betriebsgewinn von fast 58'000 Franken. Der Umsatz des Dienstleistungsbereichs betrug mehr als 6,1 Millionen. Es wurde ein Betriebsgewinn von fast 111'600 Franken erzielt.
In Erstfeld ist einiges in Bewegung
Der Gemeinderat steht bezüglich Stegmätteli nach wie vor in Kontakt mit der Alfred Müller AG. Für die Projektentwicklung ist für das Immobilienunternehmen die im Siedlungsleitbild aufgezeigte Erschliessung der Liegenschaft ein wichtiger Punkt. Die Alfred Müller AG klärt den Sachverhalt intern nochmals ab und prüft gleichzeitig die möglichen Optionen und die strategische Weiterentwicklung der Liegenschaft.
Aufgrund der Rückmeldung der kantonalen Fachstelle mussten beim Entwicklungsschwerpunkt Gygen noch weitere Präzisierungen gemacht werden. Das behördenverbindliche Siedlungsleitbild und Entwicklungskonzept stehen nun kurz vor Abschluss und können durch den Gemeinderat verabschiedet werden.
Nach Abschluss des Siedlungsleitbilds und des Entwicklungskonzepts ESP Gygen wird die Nutzungsplanungsrevision gestartet. An der Gemeindeversammlung im Herbst 2026 soll ein entsprechender Kredit beantragt werden.
Die Machbarkeitsstudie zur Arealentwicklung Gemeindehausparkplatz steht kurz vor dem Abschluss. Diese hat die aus der Testplanung angestrebten Entwicklungen unter Einbezug des Erhalts der Milchküche konkretisiert und zeigt auf, in welchen Bereichen eine vertiefte Prüfung notwendig ist. Weiterführend wird mit allen Beteiligten eine Planungsvereinbarung abgeschlossen.
Gesamterneuerungswahlen stehen an
In diesem Jahr finden Gesamterneuerungswahlen des Gemeinderates und des Schulrates statt. Demissioniert haben Gemeindepräsident Walter Marty, Sozialvorsteherin Bernadette Wipfli und Schulverwalterin Ute Saretzki. Gemäss Gemeindeordnung ist das Verfahren betreffend «Stille Wahlen» in Erstfeld anwendbar. Es kommt zu Stillen Wahlen, wenn nicht mehr Personen zur Wahl stehen, als Sitze vorhanden sind. Andernfalls findet ein ordentlicher Wahlgang statt. Parteien oder Privatpersonen können bis zum 10. August Kandidatinnen und Kandidaten für den Schulrat und den Gemeinderat melden.


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