Für Auto-, Velo- und Busfahrende ist die Emmer Mooshüslistrasse eine wichtige Verbindung zwischen den Gebieten Seetalstrasse-Mooshüsli und Gersag-Rüeggisingen. Allerdings: Während Autos und Busse heute klar geführt werden, fehlt für den Veloverkehr eine eigene Infrastruktur.

Das soll sich ändern – zumindest temporär als Test. Auf einem rund 850 Meter langen Abschnitt werden nach den Osterferien befristet Radstreifen markiert und Tempo 30 signalisiert. Die Fahrbahn wird als sogenannte schmale Kernfahrbahn ausgestaltet. Damit soll die Mooshüslistrasse «objektiv und subjektiv sicherer werden» für Velofahrende – ohne zusätzlichen Landerwerb oder bauliche Eingriffe. Dies schreibt die Gemeinde Emmen in einer Meldung auf ihrer Website.
Befragungen, Beobachtungen, Messungen
Begleitet wird das Pilotprojekt wissenschaftlich. Das Institut für Raumentwicklung der Ostschweizer Fachhochschule untersucht im Auftrag des Bundesamts für Strassen (Astra), wie sich die temporären Massnahmen auf die Verkehrssicherheit auswirken. Dazu gehören Beobachtungen vor Ort, Befragungen sowie Messungen von Überholabständen und Überholvorgängen. Ziel ist es laut Mitteilung der Gemeinde Emmen, «fundiert zu klären, ob die Kombination aus Radstreifen und Tempo 30 gegenüber der heutigen Situation zu mehr Sicherheit und einem angenehmeren Miteinander führt».
Die Pilotphase dauert von Samstag, 18. April 2026, bis Freitag, 29. Mai 2026. Anschliessend wird der ursprüngliche Zustand mit Tempo 50 wiederhergestellt. Weitere Informationen zum Projekt sowie die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Umfrage während der Pilotphase finden sich unter mitwirken.emmen.ch/mooshueslistrasse. (hor)



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