Stadt Luzern

SP fordert Sensibilisierung gegen digitale Gewalt

In einer vernetzten Gesellschaft nehme digitale Gewalt zu und Inhalte verbreiteten sich schnell, schreibt die Fraktion. Die Stadt Luzern soll eine Webseite als Anlaufstelle für Betroffene, Eltern und Fachpersonen aufgleisen.

Digitiale Gewalt nehme zu und zeige sich in Formen wie Cybermobbing, sexueller Belästigung oder Deepfakes, schreiben Grossstadträtin Sophia Müller und die Mitunterzeichnenden in ihrem Postulat. Die Inhalte würden sich schnell und anonym verbreiten und seien oft schwer kontrollierbar. Aktuelle Fälle würden die Dringlichkeit aufzeigen, schreibt die Fraktion weiter, und nennt als Beispiele die Verbreitung von pornografischen Deepfakes von Schweizer Influencerinnen.

Der Stadtrat solle deshalb prüfen, wie die Stadt Luzern eine «niederschwellige Informationsplattform» und eine «begleitende Sensibilisierungskampagne zum Thema Digitale Gewalt» entwickeln und umsetzen könne. Insbesondere solle der Aufbau einer «zentralen, verständlichen Website als Anlaufstelle für Betroffene, Eltern und Fachpersonen» geprüft werden.

So sollen Informationen zu den Formen digitaler Gewalt gebündelt werden, die Aufklärung über rechtliche Möglichkeiten und Unterstützungsangebote erfolgen sowie Beratungsstellen und Hilfsangebote vermittelt werden. Weiter sollen die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit anderen Städten, Fachstellen und Organisationen in Betracht gezogen werden sowie die Nutzung bestehender Angebote wie beispielsweise die Informationsplattform https://manosphere.ch des Dachverbandes Schweizer Männer- und Väterorganisationen.

Obwohl gesetzliche Regelungen «mehrheitlich auf Bundes- oder internationaler Ebene liegen», könnten Städte bei der Prävention und Information eine «wichtige Rolle übernehmen», argumentiert die Fraktion. Denn es fehle an «klarer, niederschwelliger Information darüber, welche digitale Gewalt strafbar ist, welche Konsequenzen sie hat und welche Unterstützung verfügbar ist». Unter anderem soll durch die Informationen und Sensibilisierungskampagne auch das «Bewusstsein für Verantwortung im digitalen Raum geschärft werden.» (spe)

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