Am vergangenen Mittwochabend, 26. August, trafen sich in Hergiswil knapp 70 Personen zur Delegiertenversammlung der Mitte Nidwalden. Dabei fassten sie die Parolen für die kommenden nationalen Abstimmungen. Die Empfehlungen fallen gemäss Medienmitteilung der Partei deutlich aus: Beide Initiativen werden klar abgelehnt. Nationalrätin Regina Durrer-Knobel stellte die Neutralitätsinitiative vor. Sie sieht mit dem Volksbegehren die Sicherheit sowie die glaubwürdige Aussenpolitik unseres Landes gefährdet. Die Schweiz müsse auch in Krisen selbständig entscheiden können, wie sie sich und ihre Interessen am besten schütze. «Die Neutralitätsinitiative macht die Schweiz nicht neutraler, sondern weniger handlungsfähig», gab sich Durrer-Knobel überzeugt. Die Initiative wurde einstimmig abgelehnt.
Anliegen berechtigt, aber falscher Weg
Zur Ernährungsinitiative referierte Landrat Paul Odermatt (Oberdorf). Er hielt den Initianten zugute, dass sie ein wichtiges Thema aufgreifen. Die präsentierten Lösungen seien jedoch zu radikal und nicht umsetzbar. So fordern sie etwa von der Landwirtschaft, die pflanzliche Produktion stark auszubauen. Dazu gab Paul Odermatt zu bedenken, dass dies gegenüber dem heutigen standortgerechten Anbau mehr Pestizide benötigt. Die Politik und die Landwirtschaft würden der Ökologie bereits jetzt ein grosses Gewicht beimessen. Diese schrittweisen Anpassungen im Einklang mit den Bedürfnissen der Konsumenten seien zielführend. «Das Anliegen der Initiative ist berechtigt, der Weg hingegen ist falsch», fasste Paul Odermatt zusammen. Die Delegierten votierten mit nur einer Enthaltung gegen das Volksbegehren.
Vorstandswahlen und Verabschiedungen
Der zweite Teil der Versammlung stand im Zeichen von Wahlen und Verabschiedungen. So wählten die Delegierten die Mitglieder für den Kantonalvorstand. Parteipräsident Roland Kaiser (Gemeindepräsident und Landrat Ennetmoos) wurde im Amt bestätigt. Das Vizepräsidium der Partei besteht neu aus Nationalrätin Regina Durrer-Knobel und Landrat Christof Gerig (Oberdorf). Christof Gerig übernimmt als bisheriger Wahlkampfleiter zusätzlich die Funktionen des Vizepräsidenten. Ferner wurde Gemeinderätin Alexandra Bachmann (Hergiswil) im Vorstand bestätigt. Sie steht zudem als Co-Präsidentin der Mitte Frauen Unterwalden vor. Neu in den Vorstand gewählt wurde Landrätin Monika Bäurle (Stans). Als neuen Geschäftsstellenleiter konnte Roland Kaiser Fredy Blättler (Stans) vorstellen.
Im Weiteren verabschiedete die Kantonalpartei drei Persönlichkeiten: Andreas Gander-Brem gehörte dem Vorstand während 12 Jahren als Vizepräsident an. Christa Blättler war Finanzchefin und wurde vor sechs Jahren erstmals in den Vorstand gewählt. Auch Stefan Hurschler übte das Amt als Geschäftsstellenleiter während sechs Jahren aus. Parteipräsident Roland Kaiser würdigte den Einsatz der drei abtretenden Vorstandsmitglieder. Ebenso ehrte die Partei die ehemaligen Landrätinnen und Landräte, die bei den Gesamterneuerungswahlen 2026 nicht mehr angetreten waren. (rwi/zvg)


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