
Bestandteil der Festivitäten zum 75-Jahr-Jubiläum der Seedorfer Fröschenzunft war auch ein Treffen der ehemaligen Zunftmeister. Die Initiative für dieses Stelldichein ging von Peter Gerig aus, der im Jahr 1995 als 42. der bis heute total 66 Seedorfer Zunftmeister amtierte. Er durfte dabei auch auf die Mithilfe von Colombo Tramonti (Zunftmeister 2019) und Markus Schuler (Zunftmeister 1986) zählen. Zudem entwarf und konstruierte der Seedorfer «Fasnachtsbastler» Johannes Grütter mit seinen Helfern einen speziellen Zunftmeister-Kaffeewagen. Dieser fantasievolle «Getränkespender» sorgte beim Umzug nicht nur für Staunen und Begeisterung, sondern auch für wohltuende «innerliche Wärme» bei den frierenden Zuschauerinnen und Zuschauern.

33 von 42 machten mit
Peter Gerigs Aufruf zum Mitmachen am Treffen der Ehemaligen folgten nicht weniger als 33 der insgesamt 42 kontaktierten Personen, die Seedorf seit 1951 während der fünften Jahreszeit regiert haben. Mit dabei waren auch alle sechs bisherigen Zunftmeisterinnen sowie als ältester Umzugsteilnehmer der 88-jährige Dölf Häfeli. Er hat in Seedorf während der närrischen Tage 1978 das Zepter geführt. Nur gerade neun ehemalige Amtsinhaber mussten aus altersmässigen oder anderen Gründen auf eine Teilnahme verzichten, 24 alt Zunftmeister sind verstorben.

Mit Insignien ausgestattet
«Euer positives Echo auf die Einladung und die bombastische Beteiligung freuen mich gewaltig», hielt Peter Gerig bei der Begrüssung im oberen Stock des Feuerwehrlokals fest. Dort wurden sämtliche Teilnehmenden mit den traditionellen Zunftmeister-Insignien ausgestattet. Zu diesen gehören in Seedorf der grün-gelbe Umhang, die goldene Plakette und ein schwarzer Hut. Peter Gerig und Co. hatten vorgängig die einheitlichen Kopfbedeckungen besorgt und mit den vier Zahlen beschriftet, die das Jahr der Regentschaft der stolzen Hut-Trägerinnen und -Träger ersichtlich machten. Nach der Katzenmusik und einem Erinnerungsfoto stürzten sich die alt Zunftmeister ins Festgeschehen. Und der eine oder andere tobte sich zusammen mit den jüngeren «Fäschtityyflä» beim Jubiläumsfest fast wie in jenen Zeiten aus, als er selber als höchster Seedorfer Fasnächtler regieren respektive so richtig auf die Pauke hauen durfte.


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