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Stans

Verwirrspiel sorgt für Nervenkitzel

Die Theatergesellschaft Stans zeigt mit «Die Falle» einen Krimiklassiker voller Spannung und überraschender Wendungen.
Der Kommissar von Chamonix (Rolf Steffen, Mitte) steht im Stück «Die Falle» vor einem Rätsel.
Bild: Emanuel Wallimann / zvg

Mit dem Thriller «Die Falle» von Robert Thomas bringt die Theatergesellschaft Stans einen Klassiker des psychologischen Spannungstheaters auf die Bühne, heisst es in der Mitteilung der Theatergesellschaft. Seit seiner Uraufführung 1960 begeistert das Stück ein breites Publikum. Nicht mit Action, sondern mit rasanten Dialogen, stetiger Verunsicherung und der Frage: Wer sagt die Wahrheit?

Spannend und witzig

Im Mittelpunkt steht Daniel Corban (Daniel Scherer). Kurz nach den Flitterwochen verschwindet seine Frau bei einem Aufenthalt in den französischen Alpen spurlos. Als er Anzeige erstattet, gerät er selbst unter Verdacht. Der ermittelnde Kommissar (Rolf Steffen) setzt ihn mit gezielten Fragen unter Druck und verwickelt ihn in Widersprüche. Daniel erhält Besuch vom undurchsichtigen Pater Maximin (Guido Infanger). Er hat eine junge Frau (Anna Minutella) im Schlepptau, die behauptet, Daniels verschwundene Gattin zu sein. Es entwickelt sich ein psychologisches Verwirrspiel, zu dem auch der treue Wolfsbarsch (Hannes Büeler) und die Krankenschwester Frau Berton (Dunja Keiser) beitragen. Realität und Täuschung verschwimmen zunehmend – bis zum überraschenden Schluss.

Eine psychologische Zimmerschlacht

«Das Stück ist eine psychologische Zimmerschlacht. Nicht nur die Spielerinnen und Spieler sind gefordert, sondern auch das Publikum», wird Regisseurin Ursula Lysser, die zum ersten Mal in Stans tätig ist, zitiert. Es war ihr wichtig, das Stück im Stil seiner Entstehungszeit zur Aufführung zu bringen: «Das Frankreich der 1960er-Jahre verkörpert eine besondere Mischung aus Aufbruch und Eleganz. Diesen Zeitgeist wollten wir für das Publikum erlebbar machen.»

Das Zusammenspiel des sechsköpfigen Ensembles wird dabei unterstützt durch das Bühnenbild von Dave Leuthold und die Musik von David Zopfi und Pit Furrer. Das an Le Corbusier erinnernde Wohnzimmer mit Ausblick auf den Mont Blanc, lässig gerauchte Zigaretten und spannungsgeladene Jazzklänge verstärken die dichte Atmosphäre und erinnern an die goldene Ära der französischen Kriminalfilme in den 1960er Jahren.

Ursula Lysser war selbst darstellende Künstlerin und ist seit 20 Jahren international als Regisseurin aktiv. Sie sei vom professionellen Umfeld der Stanser Laienbühne begeistert: «Die Schauspielerinnen und Schauspieler leisten Hervorragendes, das Team arbeitet fantastisch zusammen und mit dem Theater an der Mürg verfügt Stans über ein echtes Schmuckstück.» (rwi)

Premiere am Samstag, 24. Januar. Weitere Aufführungen an den folgenden Wochenenden bis zum 28. März. Weitere Informationen unter www.theaterstans.ch.

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