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«Bündner Perlen» in Stans

Musikalisch-kulturelle Raritäten und Spezialitäten: Das verspricht ein Abend im Culinarium Alpinum. Drei Stimmen lassen das Besondere des grossen Gebirgskantons Graubünden aufklingen – in Wort, Ton und Bild.
Im hintern Fextal: das Engadin als das «vorgeträumte Paradies»
Bild: Katharina Wegmüller/zvg

Das Bündnerland ist weit mehr als Heidiland, Engadin und Capuns. Es ist ein Gebiet voller überraschender Winkel, stiller Täler und klingender Geschichten. Ein Land der Übergänge, der Sprachen, der Farben – ein alpines Mosaik, das im Kleinen gross aufleuchtet. Wer sich darauf einlässt, entdeckt nicht nur Natur, sondern ein Kulturarchiv unter offenem Himmel.

Eine Welt von grosser kultureller Vielfalt

An zwei Abenden laden Carl Bossard als Erzähler sowie Joseph Bachmann (Akkordeon) und Stephan Britt (Klarinette) zu einer Reise ins vielfältige Bündnerland ein. Eine Tour d’Horizon, die nicht zuerst die bekannten Panoramen streift, sondern die verborgenen Schätze hörbar, sichtbar und spürbar macht. Dabei entfaltet sich ein Gebirgskanton, der von alten Kulturen und lebendigen Traditionen geprägt ist – ein Raum, in dem kühne Burgen wachen, farbige Fresken flimmern und jahrhundertealte Wege ihre Geschichten flüstern.

Vom Meister von Waltensburg zu den karolingischen Apsiden von Mistail, von Schätzen an uralten Passübergängen bis hin zur «löblichen Curanstalt» im Val Sumvitg und heilkräftigen Quellen, die seit Jahrhunderten Wohl und Ruhe versprechen – der Abend öffnet Türen zu Orten, die man nicht vergisst. Dazu erklingen ungewohnte Tonfarben und alpine Melodien, die den Raum weiten und das Bündnerland als eigene Klanglandschaft erfahrbar machen.

Das Bündnerland als Inspirationsort

Und immer wieder begegnet man jenen, die hier in freier Natur Inspiration fanden: der Philosoph Friedrich Nietzsche an den Engadiner Seen und sein «migrantes Denken», der Dichter Rainer Maria Rilke im Bergeller Dorf Soglio – für ihn «nicht Ziel und nicht Zufall». Dazu auch Hermann Hesse, für den das Engadin so etwas wie das «vorgeträumte Paradies» war.

«Bündner Perlen» – ein leichtfüssiger Streifzug durch ein kantonales Gesamtkunstwerk. Mal poetisch, mal kraftvoll, mal überraschend. Ein Abend für alle, die Berge lieben – und für jene, die entdecken möchten, wie viel Welt sich hinter einem einzigen Kanton verbirgt. (zvg)

Montag und Dienstag, 19./20. Januar 2026, im Klostersaal im  CULINARIUM ALPINUM Stans – je 20 Uhr – Eintritt frei; Kollekte. Vorgängig gibt es die: Möglichkeit eines Bündner Nachtessens.

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