
Karl Bienz hat die Chamer Lokalpolitik und die Gemeinde Cham als solche geprägt: 15 Jahre lang wirkte der Politiker der CVP (heute Mitte) als Gemeinderat, acht Jahre (von 1987 bis 1994) war er Gemeindepräsident.
Von seinem Vorgänger Robert Schneider übernahm er zunächst das Polizei- und Feuerwehrwesen. Als neue Aufgabe kam die Jugendarbeit hinzu. Bienz half mit, den Jugendtreffpunkt aufzubauen. 1981 folgte der Wechsel in das Schulressort. In einer Zeit, als andere Gemeinden Schulraum abbauten, forcierte Cham den Bau des Schulhauses Röhrliberg 2.
Absage an autoritären Stil
In die Amtszeit von Karl Bienz fallen weiter der Bau des neuen Feuerwehrgebäudes und des Werkhofes, die Verleihung des Wakker-Preises für die Erhaltung des Ortsbildes, der Bau des Lorzensaales sowie die Bewilligung des Projektierungskredites für den Neubau der Gemeindeverwaltung. Seinen Führungsstil als Gemeindepräsident beschrieb Bienz einst wie folgt: «Ich bin nicht der Gemeindepräsident, der autoritär bestimmt. Ich sehe es als meine Aufgabe, zu koordinieren und zu kontrollieren.»
Auch nach seiner Zeit im Gemeinderat begleitete Bienz das lokalpolitische Geschehen in Cham: Elf Jahre lang präsidierte er den Stiftungsrat Altersheim Cham und half unter anderem mit, den Umbau des Altersheims Büel zu realisieren. Auch an Gemeindeversammlungen meldete sich Bienz zu Wort, ebenso in Leserbriefen.
Karl Bienz ist am 27. Dezember 2025 im Alter von 86 Jahren gestorben. Die Gemeinde Cham teilt in der Todesanzeige mit, ihm ein «ehrendes Andenken» zu bewahren.

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