Kanton Uri

Dätwyler steigert Umsatz und Gewinn – Healthcare treibt das Wachstum an

Dätwyler hat im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz auf 582,7 Millionen Franken gesteigert. Das Healthcare-Geschäft entwickelte sich positiv, während die Industriesparte unter schwachen Endmärkten und dem Nahostkonflikt litt.

Dätwyler erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 582,7 Millionen Franken (Vorjahr: 563 Millionen). «Während die Division Healthcare ihre positive Dynamik fortsetzte, blieb die Division Industrial von einer verhaltenen Entwicklung in den Endmärkten sowie zusätzlichem Gegenwind infolge des Nahostkonflikts belastet», schreibt Dätwyler im Bericht zu den Halbjahresergebnissen 2026. Bei Food und Beverage entwickelte sich das Marktumfeld «erwartungsgemäss».

Der EBIT, Gewinn vor Zinsen und Steuern, erreichte 75,7 Millionen Franken (68,9 Millionen), die EBIT-Marge verbesserte sich auf 13,0 Prozent (12,2 Prozent) und unterstreiche die operativen Fortschritte, die das Unternehmen im Zuge der Umsetzung seiner Strategie und Transformation gemacht hat. Gleichzeitig setze Dätwyler den Ausbau seiner Investitionskraft, seiner kommerziellen Kompetenzen sowie die Entwicklung neuer Wachstumsplattformen konsequent fort. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie Marketing und Vertrieb erhöhten sich auf 44,9 Millionen Franken (38,4 Millionen).

Der Sitz von Dätwyler in Altdorf.
Bild: Dominik Wunderli (Altdorf, 30. 1. 2025)

Hochwertige Produkte als Treiber

Die Division Healthcare erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 242,8 Millionen Franken (236,8 Millionen). Das Wachstum sei insbesondere durch den weiteren Hochlauf neuer Kundenprojekte sowie höhere Volumina in bestehenden Anwendungen getragen worden, während Wechselkurse das ausgewiesene Ergebnis belasteten.

Der EBIT erhöhte sich auf 50,8 Millionen (40,1 Millionen), die EBIT-Marge verbesserte sich auf 20,9 Prozent (16,9 Prozent). Die Ergebnisverbesserung resultiere aus einem höheren Anteil hochwertiger Produktlösungen, einer höheren Kapazitätsauslastung, erfolgreichen Preisinitiativen sowie einem positiven Einmaleffekt aus der Neuausrichtung des Produktionsnetzwerks.

Die Division Industrial erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 342,4 Millionen Franken (329,3 Millionen), der EBIT belief sich auf 24,9 Millionen (28,8 Millionen). «Die Nachfrage in den etablierten Industrie- und Automobilmärkten blieb angesichts der anhaltenden Handelskonflikte und der weiterhin verhaltenen Investitionstätigkeit gedämpft», heisst es zur Erklärung. Infolgedessen sank die EBIT-Marge auf 7,3 Prozent (8,7 Prozent). Die Profitabilität wurde in diesem Umfeld vorübergehend durch fortgesetzte Investitionen in organisches Wachstum und die Portfolioveränderung belastet.

Verbesserung wird erwartet

In Food und Beverage sei die Geschäftsentwicklung planmässig verlaufen, unterstützt durch die anhaltend starke Nachfrage nach Kaffeekapseln aus Aluminium.

Trotz anhaltender geopolitischer und handelspolitischer Unsicherheiten erwartet Dätwyler, «Umsatz und Profitabilität schrittweise weiter zu steigern». In der Division Healthcare würden der anhaltende Wandel hin zu einem höheren Anteil hochwertiger Produktlösungen, die steigende Kapazitätsauslastung sowie der Hochlauf von Kundenprogrammen die positive Geschäftsentwicklung und Profitabilität weiter unterstützen. In der Division Industrial werde eine Verbesserung der Profitabilität gegenüber dem ersten Halbjahr erwartet, da die Massnahmen zur Ergebnisabsicherung zunehmend Wirkung entfalten. (rwi/zvg)

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