Stans

Wie Nidwalden zur Chalet-Hochburg wurde

Laubsägeli-Stil statt Beton, Heidi statt Corbusier – und doch folgt das Schweizer Chalet denselben Prinzipien wie die Architektur-Moderne: industriell, seriell, kostengünstig. Delf Bucher leuchtet dies an der Jahresversammlung des Historischen Vereins Nidwalden aus.
Bei Welt- und Landesausstellungen immer präsent: das Schweizer Chalet-Dörfli. Hier in Genf bei der Landesausstellung 1896.
Foto: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Ans_05527-02-002

Die Schriftstellerin Isabelle Kaiser wagte 1902, was bis dahin in Nidwalden tabu war. Sie baute in Beckenried ein Haus, aufs Wasser ausgerichtet. Ein Chalet, das die Formen des Berner Bauernhauses adaptierte und so zugleich ein Bekenntnis der romantischen Poetin für Naturverbundenheit ist. Doch trotz bäuerlicher Attrappe ist die Dichterklause «Ermitage» eine Villa, erbaut vom Schreinermeister Josef Murer.

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