Buochs

Totämäss Lux erleben: Kunst ist selbst Liturgie

In der Pfarrkirche Buochs erklingt am Sonntag, 1. November, das erste schweizerdeutsche Requiem «Totämäss Lux» von Joël von Moos. Die musikalische Gedenkfeier verbindet Kirchenmusik mit Schweizer Jodeltradition.

«Nicht alles, was uns bewegt, lässt sich in Worte fassen. Manches können wir nur erfahren. Kunst, Musik und Spiritualität öffnen Räume, in denen wir innehalten, staunen und dem Geheimnis des Lebens begegnen», heisst es zu Beginn der Mitteilung des katholischen Pfarramts Buochs.

Kunst sei ein Geschenk. Sie solle nicht bloss eine Botschaft illustrieren. Sie dürfe überraschen, Fragen offenlassen und den Blick auf das Leben verändern. «Eine lebendige Kirche braucht deshalb Kunst und Menschen, die mit ihren besonderen Gaben neue Zugänge zum Geheimnis des Lebens schaffen», heisst es weiter.

Liturgie bedeute mehr als einen Gottesdienst mit festgelegtem Ablauf. Menschen kämen zusammen, erinnern sich, hörten, schwiegen, trauerten und hoffen. Und vielleicht geschehe dabei etwas, das wir nicht machen können: «eine Begegnung mit Gott».

Manchmal genüge ein Ton, ein Bild, eine Stimme oder ein Moment der Stille. Plötzlich öffne sich ein Raum für Hoffnung, Staunen und Vertrauen. «Vielleicht stehen wir dann schon mitten in der Liturgie. Denn Kunst ist nicht nur ein Teil davon. Kunst ist selbst Liturgie.» Dies sind die Worte von Imre Rencsik, Seelsorger, Traumatherapeut, mitarbeitender Priester in Buochs und Beckenried, wie der Mitteilung zu entnehmen ist.

Ein musikalisches Gedenken

Am Sonntag, 1. November, um 14 Uhr in der Pfarrkirche Buochs lädt die Pfarrei Buochs zu einer besonderen Messe. Mit «Totämäss Lux» erklingt das erste schweizerdeutsche Requiem von Joël von Moos in einer neuen, liturgischen Form. In einer rund einstündigen Fassung für Solostimmen und Orgel verbinde das Werk klassische Kirchenmusik mit der Klangwelt der Schweizer Jodeltradition.

Im Zentrum stehe das persönliche Gedenken an die Verstorbenen des vergangenen Jahres. Die Musik führe durch Abschied, Erinnerung und Vergänglichkeit und richte den Blick zugleich auf Trost, Hoffnung und das ewige Licht. So wird ein berührendes Erlebnis versprochen, indem die Musik selbst zur Liturgie wird. (rwi)

Die Türöffnung ist am Sonntag, 1. November, um 13.15 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Türkollekte wird erbeten. CDs und weitere Werke des Komponisten sind beim Ausgang erhältlich.

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