Engelberg

Die Brunni-Bahnen fahren erneut ein Rekordergebnis ein

Der Mix aus Sommer- und Winterangeboten stiess auf grosse Nachfrage, und auch die Gastronomie verzeichnete sehr gute Zahlen.

Die Brunni-Bahnen AG schliesst das Geschäftsjahr 2025/2026 mit einem Gewinn von 302'915 Franken ab. Der Nettoertrag über alle Abteilungen hinweg liege bei rekordhohen 9,369 Millionen Franken, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. «Wir hätten nicht erwartet, dass wir nach 2024/2025 erneut einen Umsatzrekord in dieser Höhe schreiben», wird Geschäftsführer Roman Barmettler zitiert. Während der 338 Betriebstage im vergangenen Geschäftsjahr hätten erstmals über 260'000 Gäste das Brunni-Gebiet besucht.

Blick auf Globis Alpenspielplatz mit der Sommerrodelbahn auf dem Ristis.
Bild: zvg

«Sowohl im Sommer als auch im Winter schätzen Gäste die Kombination aus Natur, Aktivitäten und Gastronomie. Selbst in schneearmen Wintern zeigt sich, dass das Gesamterlebnis am Sonnenhang von Engelberg überzeugt», meint Verwaltungsratspräsident Fredy Miller.

Starkes Sommergeschäft bringt fast die Hälfte des Ertrags

Das Sommergeschäft 2025 habe vielversprechend gestartet. Insbesondere die Feiertage im Mai und Juni hätten für ein hohes Besucheraufkommen gesorgt. Die Brunni-Bahnen seien stark vom Wetter abhängig. Trotz eines durchzogenen Juli sei der Verkehrsertrag gegenüber dem Vorsommer um 18 Prozent gestiegen. Mittlerweile stammten knapp 50 Prozent des Jahresertrags aus den Sommermonaten.

Trotz geringer natürlicher Niederschläge habe die Wintersaison dank der rechtzeitig Ende November aufgenommenen technischen Beschneiung erfolgreich durchgeführt werden können, so die Mitteilung weiter. «Die Weihnachts- und Festtage waren erneut sehr hoch frequentiert, was sicherlich auch dem sonnenverwöhnten Wetter zu verdanken war», so Roman Barmettler. Auf der Klostermatte seien bis zum letzten Saisontag Anfang März alle Lifte geöffnet gewesen. Die Umsätze auf den Liftanlagen seien gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent gestiegen.

Der hohe Cashflow habe es ermöglicht, Fremdkapital zu reduzieren. «Mit einem Fremdkapital von noch 3,623 Millionen Franken und einem Eigenfinanzierungsgrad von 72 Prozent sind wir finanziell hervorragend aufgestellt. Es macht mich stolz, dass wir als finanziell gesunde Bergbahn die geplanten Investitionen mit Zuversicht angehen können», sagt Fredy Miller.

Ausserordentliche Abweichungen blieben aus

Auch auf der Kostenseite verlief das Geschäftsjahr äusserst erfreulich. Die Energiepreise haben sich auf einem normalen Niveau stabilisiert, zudem blieben ausserordentliche Kostenabweichungen aus. Mit einem Ebitda von 2,3 Millionen Franken erzielte das Unternehmen das beste Ergebnis seiner Geschichte.

Die starke finanzielle Basis schafft optimale Voraussetzungen, um die anstehenden Investitionen in die Zukunft des Unternehmens gezielt voranzutreiben. Dank der erfreulichen Ertragslage konnten zudem zusätzliche Abschreibungen in der Höhe von 0,4 Millionen Franken auf Sachanlagen vorgenommen werden.

Gastronomie bringt 40 Prozent des Umsatzes

Einen wesentlichen Beitrag zum erfreulichen Geschäftsergebnis habe  erneut die Gastronomie geleistet, die rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes ausmache. Mit 3,7 Millionen Franken sei das ein leichtes Plus von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. «Die enge Verbindung von Bahnbetrieb und Gastronomie schafft wertvolle Synergien und bereichert das Gesamterlebnis im Brunni-Gebiet», erklärt Roman Barmettler.

Auch die Übernachtungsangebote hätte sich positiv entwickelt, hält die Brunni-Bahnen AG weiter fest. Die Anzahl Übernachtungen in der Brunnihütte habe um über 33 Prozent gesteigert werden können. Die Übernachtungszahlen der Berglodge hätten sich hingegen eher verhalten entwickelt und seien unter den Erwartungen geblieben.

Mit verschiedenen kleineren Investitionen wurde das gastronomische Angebot weiter aufgewertet. Die Gaststube und das Stübli der Brunnihütte erhielten im stilvollen Alpen-Chic eine neue Holzverkleidung sowie neue Bodenbeläge. Dabei wurde Wert darauf gelegt, den authentischen Charakter und die gemütliche Atmosphäre der traditionellen Berghütte zu erhalten. Auch im Familienrestaurant OX wurden die Räumlichkeiten mit neuen Bodenbelägen und neuem Mobiliar modernisiert. Die Investitionen verbessern den Komfort und die Aufenthaltsqualität für die Gäste. (zvg/mu)

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