Armon Orlik und Fabian Staudenmann waren wohl die zwei meistgenannten Favoriten für den Sieg auf dem Brünig. Sie waren auch die einzigen, die am Vormittag lauter Siege verbuchen konnten. Staudenmann bodigte der Reihe nach Lukas Bissig, Silvio Oettli und Joel Ambühl. Orlik verbuchte gegen Marc Lustenberger, Damian Dubach und Etienne Burger lauter Siegkreuze. Das Kampfgericht entschied sich dafür, die beiden im vierten Gang gegeneinander antreten zu lassen. Der Gang endete ohne viele Höhepunkte gestellt, sodass der Kampf um den Schlussgangeinzug wieder etwas offener wurde.
Orlik und Staudenmann im Schlussgang
Da Orlik gegen Jonas Amrhyn und Staudenmann gegen Jonas Troxler ihrer Favoritenrolle gerecht wurden und den fünften Gang mit der Maximalnote gewinnen konnten, standen sie sich im Schlussgang nochmals gegenüber. Der Schlussgang verlief wiederum eher ruhig, wobei Staudenmann der etwas Aktivere war. Am Ende resultierte erneut ein Gestellter, und Staudenmann wurde mit einem Viertelpunkt mehr für seine Angriffe belohnt. Somit belegte Armon Orlik den 1. Rang a und Staudenmann den 1. Rang b.
Zu ihnen gesellten sich aber noch zwei weitere Sieger: Matthieu Burger und Werner Schlegel kamen ebenfalls auf 57,25 Punkte. Burger stellte im Festverlauf gegen Marcel Bieri und Samuel Schwyzer und besiegte Elias Lüscher, Janos Bachmann, Marcel Betschart und Luc Bissig.
Werner Schlegel, der ebenfalls als Favorit gehandelt wurde, stellte im Anschwingen gegen Michael Ledermann und verlor im vierten Gang überraschend gegen Jonas Amrhyn. Die Siege über Silvan Trittibach, Severin Schwander, Leandro Nägeli und Dominik Gasser bedeuteten aber auch für ihn den geteilten Festsieg.
Lukas Bissig mit 7. Saisonkranz
Dem Urner Lukas Bissig wurde zu Beginn eine der schwierigsten Aufgaben zugeteilt: Mit Fabian Staudenmann traf er im ersten Gang direkt auf den absoluten Topfavoriten. Nachdem er die ersten Angriffe noch abwehren konnte, musste er sich dann doch geschlagen geben. Mit Siegen gegen Marco Eggimann und Christian Hadorn blieb er aber absolut im Rennen um die Kränze. Da er sowohl Mario Schneider als auch Matthias Aeschbacher mit der Maximalnote bezwingen konnte, wäre er sogar noch für den Schlussgang infrage gekommen. Stattdessen wurde er aber mit Severin Schwander eingeteilt. Mit einem Sieg hätte er die beiden Schlussgangteilnehmer unter Druck setzen können, weil er sie bei einem Gestellten überholt hätte. Er konnte jedoch den sehr defensiv agierenden Schwander nicht bezwingen. Dieser fiel mit dem Unentschieden allerdings aus den Kranzrängen, während Lukas Bissig den 2. Rang c belegte und damit zum siebten Mal in diesem Jahr vor die Ehrendamen treten durfte.
Pech für die weiteren Urner
Nach der tollen Leistung auf der Rigi – er konnte zwei Eidgenossen bezwingen und verpasste den Kranz um nur einen Viertelpunkt – war Michael Zurfluh sicher auch mit Ambitionen angereist. Leider zwickte es ihn schon im ersten Gang gegen Luca Vögeli im Rücken. Danach konnte er nicht mehr richtig angreifen. Nach drei Gestellten am Vormittag beendete er den Wettkampf vorzeitig, um kein unnötiges Risiko einzugehen.
Bereits nach zwei Gängen zog sich Jonas Gisler aufgrund einer Schulterverletzung aus dem Wettkampf zurück. Raphael Briker konnte den ersten Gang gegen Christian Hadorn gewinnen und schaffte es auch in den Ausstich. Leider reichte es danach zu keinem Sieg mehr. (zvg)




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