Der vergangene Mittwoch war ein Freudentag für die Urner Wasserkraft. In Anwesenheit von Gästen aus Politik, öffentlicher Verwaltung und dem am Bau beteiligten Gewerbe feierte die Kraftwerk Meiental AG den offiziellen Spatenstich für das jüngste Urner Wasserkraftprojekt. Das schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung.
Werner Jauch, Verwaltungsratspräsident der Kraftwerk Meiental AG und CEO von Hauptaktionär Energie Uri, wird wie folgt zitiert: «Der heutige Tag ist ein guter Tag für die lokale und erneuerbare Energieproduktion. Der Neubau des Kraftwerks Meiental ist das 15. Wasserkraftprojekt, das Energie Uri allein oder zusammen mit Partnern seit 2006 im Kanton Uri umsetzen kann.» Wie eindrücklich dies sei, unterstreiche die Tatsache, dass es schweizweit aktuell nur zwei weitere, kleinere Wasserkraftprojekte in der Umsetzung gibt.
Stärkung der regionalen Wertschöpfung
Auch Regierungsrat und Baudirektor Hermann Epp zeigte sich laut der Mitteilung sehr erfreut: «Das Kraftwerk Meiental zeigt, was möglich ist, wenn Kanton, Gemeinden, Korporationen und Energie Uri gemeinsam anpacken. Wir nutzen unsere heimische Wasserkraft, stärken die regionale Wertschöpfung und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Energieversorgung.»
Hermann Epp habe insbesondere die hohe Wertschöpfung der Wasserkraft für den Kanton Uri unterstrichen. Dazu trage auch das Kraftwerk Meiental bei: Von den Gesamtinvestitionen von rund 40 Millionen Franken verblieben rund 75 Prozent in Form von Aufträgen bei Unternehmen im Kanton Uri. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme folgten zusätzliche Steuereinnahmen für den Kanton und die Gemeinde Wassen, über eine halbe Million Franken jährlich an Wasserzinsen für den Kanton Uri sowie die Korporation Uri und zudem würden Betrieb und Unterhalt des Kraftwerks qualifizierte Arbeitsplätze in der Region schaffen.
Versorgungssicherheit wird erhöht
Auch das Meiental profitiere direkt vom Projekt: Dank des Neubaus würden die Zuleitungen ins Meiental verkabelt, wodurch die Versorgungssicherheit weiter erhöht werde. Zudem werde eine Glasfaserleitung bis zur Wasserversorgung gezogen, die von Dritten zugemietet werden könne. Beat Baumann, Gemeindepräsident von Wassen, sagte als Vertreter der lokalen Bevölkerung: «Das Kraftwerkprojekt im Meiental bei uns in der Gemeinde Wassen ist ein gutes Beispiel dafür, wie solche Projekte auch konkrete Wertschöpfung für die Bevölkerung vor Ort schaffen.»
Kurt Schuler, Präsident der Korporation Uri, sagte: «Ich freue mich, dass wir als Korporation Uri zusammen mit dem Kanton Uri, den Urner Gemeinden und Energie Uri Teil der Erfolgsgeschichte der Urner Wasserkraft sind. Das Kraftwerk Meiental ist ein weiteres Beispiel, das diese Erfolgsgeschichte unterstreicht.»
Der Baustart sei bereits im vergangenen September erfolgt und die Bauarbeiten seien trotz anspruchsvoller Witterung auf Kurs, so die Mitteilung weiter. Aktuell liefen unter der Gesamtleitung des Urner Energiedienstleisters Energie Uri die Arbeiten an der Druckleitung sowie an der neuen Kraftwerkszentrale. In dieser würden ab voraussichtlich Ende 2028 mit einer Leistung von 10 Megawatt jährlich 34 Gigawattstunden erneuerbarer Strom produziert. Dies entspreche dem Jahresbedarf von über 7500 Haushalten. An der Kraftwerk Meiental AG sind die Energie Uri AG, der Kanton Uri, die Korporation Uri und die Gemeinde Wassen beteiligt. (zvg/mu)



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