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Luzern

SBB rasieren roten Infopoint im Bahnhof

Vor zehn Jahren erstellten die SBB im Bahnhof Luzern einen schmucken, roten Infopoint bei den Perrons – darum wurde er jetzt abgerissen.
Der rote Infopoint am Bahnhof Luzern wurde abgerissen.
Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 6. 12. 2016)

Luzern hat hinter Zürich und Bern mittlerweile den drittgrössten Bahnhof der Schweiz, über 100'000 Pendlerinnen und Pendler frequentieren ihn täglich. Um die Passagiere zu informieren, lancierten die SBB, die Zentralbahn und Luzern Tourismus Ende 2016 einen Infopoint. Ein rotes, schmuckes Kabinchen auf Höhe der Perrons. Dort gab es etwa Fahrplan- und Gleisauskünfte oder Infos über die aktuelle Betriebslage. Auch Auskünfte zu Bahn, Bus und Schiff sowie zum Auffinden von touristischen Sehenswürdigkeiten gehörten dazu. Billette kaufen oder sich für Reisen beraten lassen konnte man nicht; das SBB-Reisezentrum befindet sich seit 2015 im ersten Obergeschoss. Für den Betrieb dieses Infopoints sorgten die Mitarbeitenden mit insgesamt dreieinhalb Vollzeitstellen.

Infos gibt es jetzt im Reisezentrum – ein Ticket ziehen muss man nicht

Vor einigen Tagen wurde die rote Box aber plötzlich wegrasiert. Geschlossen wurde sie bereits Anfang Januar. Gemäss Angaben der SBB-Pressestelle sind zurzeit noch restliche Rückbauten im Gange. Gemäss heutigem Stand werde auf der frei werdenden Fläche neben dem östlichen Lift nichts mehr gebaut. Das Ende des Infopoints nach etwas mehr als neun Jahren begründet SBB-Sprecherin Fabienne Thommen damit, seit 2018 sei das Kundenaufkommen dort rückläufig. Informationen wie beschrieben erhalten Bahnfahrende nun oben im Reisezentrum – dafür muss man jedoch nicht so lange anstehen wie für Tickets. Thommen sagt: «Im Reisezentrum empfangen Kundenberater die Kunden beim Eingang und können ad hoc Fragen beantworten, ohne dass man eine Nummer ziehen muss. So umgehen die Kunden eine allenfalls längere Wartezeit.» Bei grösseren Betriebsstörungen informiert jeweils auch Personal direkt auf den Perrons die Fahrgäste.

Derzeit finden noch Rückbauarbeiten statt, die Fläche dort bleibt nachher unüberbaut.
Bild: mme (Luzern, 9. 3. 2026)

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