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Badesaison in Luzern

Ab sofort ist auf Liegewiesen und an Stränden «sünnele» und «bädele» angesagt

Die meisten Schwimmbäder im Kanton Luzern eröffnen an diesem Wochenende die Badesaison. Ein Sonnenanbeter par excellence liess es sich in Eich schon gut gehen.
Kult-Sünneler Peter Nyffeler läutet die Badisaison im Seebad Eich ein.
Bild: Manuela Jans-Koch (Eich, 8.5.2026)

Von Muttertag bis Bettag ist Badesaison. Diese Faustregel gilt in den allermeisten Schwimm- und Strandbädern im Kanton Luzern. Wobei von 28 ausgesuchten Badis auf unserer nicht vollständigen Liste deren neun bereits am Samstag öffnen. Das ergibt dieses Jahr Sinn, weil die Aussicht rosig ist. Nämlich sonnig, mit Höchsttemperaturen bis zu 23 Grad. Während gegen Sonntag hin schon wieder einige Wolken aufziehen könnten, die allenfalls einige Regentropfen bringen. Laut SRF Meteo dürfte es Stand Freitag bis zu 5 Millimeter regnen, bei 20 Grad.

Das Seebad in Eich, das zusammen mit dem Seehotel betrieben wird, macht den Saisonstart jeweils vom Wetter abhängig. «Wir eröffnen dann, wenn die Sonne scheint und es 22 Grad warm ist. Das war dieses Jahr schon am ersten Maiwochenende», sagt Stefan Fuchs, Hotelier und Gastgeber des Seehotels. Zwei Tage lang war die Badi bereits offen: «Wir hatten pro Tag etwa 30 Badegäste, welche die ersten warmen Sonnenstrahlen genossen.» Der offizielle Startschuss der Badesaison fiel am 8. Mai.

Aargauer «Kultsünneler» liebt den Sempachersee

Sobald die Sonne scheint und die Wärme spürbar wird, ist auch Peter Nyffeler zugegen. Der braun gebrannte Mann aus Oftringen ist an diesem Freitag der erste Badegast im Seebad Eich. «Darauf habe ich so lange gewartet. Jetzt kommt meine Zeit.» Der 73-jährige Aargauer ist ab sofort jeden Tag an der Sonne, wie er sagt. Der als «Kultsünneler der Nation» und «Baditester» bekannte Rentner macht seinem Spitznamen alle Ehre. Am Sempachersee trifft man ihn häufig an.

Nicht nur in Eich findet er das Sonnentanken spitze, sondern auch in Sempach und Sursee. Noch öfter lässt er es sich im Schwimmbad in Aarburg gut gehen, das sich in der Nachbargemeinde seines Wohnorts befindet. Diese Badi öffnet die Türen ebenfalls am Samstag. Eine weitere Destination des Sonnenanbeters ist der Aarestrand bei Boningen, der in Spitzenzeiten derart überfüllt ist, dass man sich in Rimini wähnt.

Bewusst keine Action am Ort der Stille

In Eich ist es da viel gemütlicher und ruhiger. «Die Liegewiese misst rund 7000 Quadratmeter. Auf dieser Fläche haben alle unsere Badegäste genügend Platz für sich. Allein weil das Parkplatzangebot überschaubar ist, gibt es hier nie übermässig viele Badegäste», sagt Fuchs. Das Publikum bestehe mehrheitlich aus älteren Leuten und jungen Familien, eben jene Gruppen, die nicht die grosse Action suchen, sondern die Ruhe geniessen. Deswegen finden auch keine Events statt. Fuchs unterstreicht, dass das Seebad Eich ein Ort der Erholung sei und dies auch so bleiben werde. «Das ist doch der wahre Luxus.»

Die Frisur muss sitzen: Badegast Peter Nyffeler im Seebad Eich.
Bild: Manuela Jans-Koch (8. 5. 2026)

Eine Veränderung dürfte es in naher Zukunft dennoch geben. «Es liegen Pläne für eine Erneuerung des Restaurants vor. Es soll eine Sunset-Bar mit Lounge geben, von wo man die Sonnenuntergänge auf sich wirken lassen kann», sagt er. Auch im Bereich des Kinderbeckens gibt es Pläne. Bereits vor wenigen Jahren ist der Steg neu gebaut worden. Ein Sprungbrett ist in Eich nicht vorhanden, dafür eine künstliche Insel. Das Seebad ist unbeaufsichtigt, wie Chef Seebad Alex Amrein betont. «Wer baden geht, ist selbst verantwortlich.»

Die Wassertemperatur im Sempachersee liegt knapp über 17 Grad, im Vierwaldstättersee sind es nur 14 Grad. Auch wenn es am Freitag nicht allzu heiss ist, geniesst Peter Nyffeler den Aufenthalt fast den ganzen Tag. «Die Sonne ist mein tägliches Brot. Solange sie scheint, bleibe ich heute hier in Eich.» Dem Seebad gibt er übrigens neun von zehn Punkten.

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