Das Dekanat, die römisch-katholische Landeskirche und die evangelisch-reformierte Landeskirche konnten am vergangenen Freitag, 4. September, den Urner Maturapreis Religion – Ethik – Spiritualität verleihen. Der Verantwortliche der Kollegi-Seelsorge, Fredi Bossart, freute sich, die geladenen Gäste, die Prämierten und die Jurymitglieder zur Preisverleihung im Dorothea-Saal der Kirche Bruder Klaus zu begrüssen, wie es in einer Mitteilung der Fachstelle Jugend heisst. Die diesjährigen Preise gingen an David Walker aus Altdorf, 1. Rang, Bernadette Arnold aus Spiringen, Anerkennungspreis, und Sven Engi aus Attinghausen, Anerkennungspreis.
Krisenbewältigung mit Religion und Musik
Die Arbeit von David Walker überzeugte gemäss Mitteilung durch ihre lebensnahe Thematik und gute Sprache. Sie zeige eindrücklich, wie Musik und Religion bei der Krisenbewältigung helfen, Hoffnung und Glauben stärken und im Leid Orientierung und Lebenssinn vermitteln. Besonders gelungen seien die Beispiele von Mauersberger und Schönberg sowie das Interview mit Martin Werlen. Dieses bot die Gelegenheit, eine theologisch geprägte Perspektive auf die Musik zu richten sowie die Auseinandersetzung mit Spiritualität und Stille als Formen der Krisenbewältigung zu sehen.
Der Kirchenbau 1950/51 von Spiringen
Die Arbeit von Bernadette Arnold sei ein wertvolles Zeitdokument zur Kirchengeschichte von Spiringen und zeuge von grossem Fleiss und Interesse. Durch die Recherche in Archiven, Dokumenten und Zeitzeugeninterviews entstehe ein umfassender und persönlicher Einblick in den Abriss und Neubau der Kirche. Insgesamt biete die Arbeit einen guten und nützlichen Überblick über die Kirchengeschichte von Spiringen und des Kantons Uri.
Ein Gipfelkreuz für den Schlossberg
Die Arbeit von Sven Engi beleuchte die Bedeutung von Gipfelkreuzen in der christlichen Gesellschaft, der volkskirchlichen Kultur und im religiösen Brauchtum. Der Schwerpunkt liege auf der kulturellen Bedeutung und der Geschichte der Gipfelkreuze. Zahlreiche Bilder dokumentierten den handwerklichen Prozess und ein Film über die Installation des Gipfelkreuzes ergänzte die Präsentation eindrucksvoll.
Die Organisatoren möchten mit der Preisverleihung das Interesse an diesen Themen einerseits würdigen und andererseits dazu beitragen, dass vermehrt Maturaarbeiten entstehen, die sich mit sozialen, politischen, ethischen und gesellschaftlichen Fragen sowie mit Philosophie, Diakonie, Religion, Glaube und Spiritualität auseinandersetzen. (zvg)


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