Diversifizierung

Auf dem Industrieareal in Perlen entsteht ein Batteriespeicher

Der erste Schritt in der Arealentwicklung in Perlen erfolgt dieses Jahr. Weitere Projekte sind geplant.
Luftaufnahme des Industrieareals in Perlen.
Bild: Marcello Weiss

Die Perlen Papier AG sucht seit geraumer Zeit neue Geschäftsfelder, um die Abhängigkeit vom schrumpfenden Papierbusiness zu reduzieren. Wie die Mutterfirma Perlen Industrieholding AG nun mitteilt, ist auf dem Areal in Perlen ein Batteriespeichersystem der süddeutschen ADS-TEC Energy geplant. Die Anlage soll bis zum Jahresende in Betrieb gehen, die Netzstabilität in der Region erhöhen und neue Wertschöpfungspotenziale erschliessen. Das Investitionsvolumen ist nicht bekannt.

Die Anlage mit einer Leistung von 10 Megawatt und einer Speicherkapazität von 20 Megawattstunden soll bereits Ende Jahr in Betrieb gehen. Der Batteriespeicher soll in die bestehende Infrastruktur integriert und durch die Vermarktung von Flexibilität an den Energiemärkten zusätzliche Erträge generieren.

Strategischer Umbau ist im Gang

Hinter dem Projekt steht die 2025 gegründete BESS Perlen AG mit Sitz in Perlen, ein Joint Venture der Perlen Industrieholding und der Ostschweizer Anlagestiftung Valyou. «Dieses Projekt zeigt, wie institutionelles Kapital, attraktive Industriestandorte und innovative Energietechnologien gemeinsam nachhaltige und attraktive Infrastrukturwerte schaffen können», sagt Yonten Wagma, Geschäftsführer der Anlagestiftung Valyou.

Die Gesamtprojektleitung liegt bei der Wattss Group aus Frauenfeld. «Grossspeicherprojekte wie in Perlen zeigen, welches Potenzial in der Verbindung von Industrie und Energiemarkt steckt. Entscheidend ist, Technologie, Industriestandort, Finanzierung und Vermarktung von Beginn an gemeinsam zu denken», lässt sich CEO Marco Rüegg zitieren.

Die Realisierung des Batteriespeichers ist gemäss der Mitteilung der erste Schritt in der Arealentwicklung in Perlen. Gemeinsam mit neuen Papierprodukten und dem Einstieg in fasergussbasierte Verpackungslösungen als komplementäres Geschäftsfeld treibe man den strategischen Umbau von einem traditionellen Papierproduzenten hin zu einem diversifizierten Industrieunternehmen weiter voran. (mim)

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