Andermatt

Arabesk, sinfonisch und mit Weltformat

Andermatt Music eröffnet am 25. und 26. September 2026 die neue Saison mit zwei vielseitigen Konzertabenden. Zum Auftakt verbinden die «Ayoub Sisters» klassisch westeuropäische Musik mit Melodien und Rhythmen der arabischen Welt. Am darauffolgenden Abend spielt das Swiss Orchestra unter der Leitung von Lena-Lisa Wüstendörfer Werke von Beethoven, Liszt und Joachim Raff.

«Mit dem Eröffnungswochenende bekräftigt Andermatt Music seine Rolle als kultureller Treffpunkt im Herzen der Alpen», schreibt die Medienstelle von Andermatt Music selbst. Das Saisonprogramm basiere auf den drei musikalischen Säulen von Andermatt Music: «World Stage», «Swiss Orchestra» und «Local Roots». Ob grosse Namen der Klassik, die Wiederentdeckung Schweizer Komponisten mit dem Swiss Orchestra oder frische Klänge aus der Volksmusik: In Andermatt treffen kulturelle Traditionen und innovative Musikprojekte aufeinander.

Arabesk, klassisch und grenzenlos

Den Auftakt machen am Freitag, 25. September, die Ayoub Sisters mit ihrem Programm «Arabesque». Das schottisch-ägyptische Duo stehe exemplarisch für eine Musikkultur jenseits enger Genregrenzen. Gemeinsam mit ihrem zwanzigköpfigen Ensemble verbinden die Schwestern klassische westeuropäische Musik mit den reichhaltigen Melodien und Rhythmen der arabischen Welt.

Die Ayoub Sisters erlangten internationale Aufmerksamkeit mit ihrem Debütalbum, das Platz 1 der offiziellen Klassik-Albumcharts erreichte. Seither gastierten sie unter anderem in der Royal Albert Hall, im London Palladium und im Opernhaus Kairo.

Beethoven, Liszt und Raff: Musik im Wandel

Am Samstag, 26. September, nimmt das Swiss Orchestra unter der Leitung von Lena-Lisa Wüstendörfer das Publikum mit auf eine musikalische Reise in die Natur und die Schweizer Musikgeschichte. Auf dem Programm stehen Beethovens 6. Sinfonie, die sogenannte «Pastorale», Liszts Klavierkonzert Nr. 1 mit der Pianistin Saskia Giorgini sowie Auszüge aus Joachim Raffs Orchestersuite Nr. 1 op. 101.

In Beethovens «Pastorale» wird Natur in Musik lebendig. Als eine der bekanntesten Sinfonien Beethovens verbinde sie sinfonische Kraft mit poetischen Bildern. Liszt steht mit seinem Klavierkonzert für musikalischen Aufbruch im 19. Jahrhundert: Er sprenge traditionelle Grenzen und entwickle eine neue, für das damalige Hörverständnis überraschend moderne Klangsprache, in der Klavier und Orchester eng miteinander verschmelzen.

Mit Joachim Raff rückt das Swiss Orchestra einen Schweizer Komponisten ins Licht, dessen Musik heute neu entdeckt werden kann. Raff, der aus Schwyz stammte und von Liszt gefördert wurde, entwickelte eine «unverwechselbare eigene Kompositionssprache», heisst es dazu. Die Wiederentdeckung vergessener Schweizer Komponistinnen und Komponisten gehöre zu den besonderen Anliegen des Swiss Orchestra. (zvg)

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