Im Rahmen eines Pilotprojekts arbeiten derzeit vier Pflegeexpertinnen – sogenannte APN, also Advanced Practice Nurses – in vier Hausarztpraxen in Zell, Willisau, Hochdorf und Oberkirch. Das Projekt von Kanton und Universität Luzern, das seit Herbst 2024 läuft, zeige bereits «eine positive Wirkung», heisst es in einer Mitteilung. So stosse das Modell bei allen Beteiligten in Hausarztpraxen, in Pflegeheimen und bei anderen Leistungserbringenden «auf breite Akzeptanz».
Es sei zudem «sehr erfreulich, dass die APN auch ausserhalb des Pilotprojekts vermehrt in hausärztlichen Praxen im Kanton Luzern eingesetzt würden oder konkrete Pläne diesbezüglich bestehen». Mit dem Projekt soll die Rolle der APN noch mehr geschärft werden. Es läuft noch bis Ende Jahr. Ziel ist, Hausärztinnen und -ärzte zu entlasten und den Pflegeberuf attraktiver zu machen, wodurch dem Fachkräftemangel entgegengewirkt wird. Die APN soll nachhaltig in der medizinischen Grundversorgung verankert werden.
Die APN führen vielfältige pflegerische und delegierte Aufgaben aus, beispielsweise Sprechstunden in der Praxis, Hausbesuche oder Pflegeheimvisiten. In der Mitteilung wird Vanessa Seydel, APN in Zell, folgendermassen zitiert: «Patientinnen geben mir positive Rückmeldungen. Die Zusammenarbeit mit den Ärzten findet auf Augenhöhe statt.» Für Elena Viviroli, APN in Willisau, bestehen jedoch über die Abrechnung der Leistungen noch viele Unklarheiten. (fmü)



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