Sie umfasst zwei Manuale mit 26 Register, zählt 570 Zinn- und 274 Holzpfeifen und gehört zu den bedeutendsten Orgeln der Region. Heuer feiert die Kirchenorgel Amsteg ihr 25-jähriges Bestehen. Das wird am Sonntag, 16. November, gleich doppelt zelebriert: Mit einem Festgottesdienst um 10 Uhr und einem Konzert um 17 Uhr.
Der 1906 gegründete Kirchenchor Amsteg wird den Gottesdienst unter der Leitung von Reinhard Walker mit der Messe in C von Anton Bruckner mitgestalten. Bruckner komponierte dieses Werk 1841 in Windhaag, wo er als Lehrergehilfe tätig war. Er passte es den damaligen Mitteln seines Chores in Windhaag an und dachte es der Solosängerin Maria Jobst zu. Nach der Uraufführung schrieb der Komponist: «Die Messe spricht schon alles Glück demütiger Innenflucht desjenigen ergreifend aus, der Gott im eigenen Erleben erkennt.» Die Messe wurde vom Kirchenchor Amsteg auf die Orgelweihe im Jahr 2000 eingeübt und erstmals aufgeführt. «Es ist für uns eine Freude, dieses schöne Messordinarium nach 25 Jahren wieder zum Klingen zu bringen», sagt Reinhard Walker.
An der Orgel spielt der Organist Franz Muheim aus Flüelen. Muheim studierte nach der Matura in Zürich Mathematik und Musik. An der Musikakademie belegte er bei Hans Gutmann Orgel sowie bei Amadeus Schwarzkopf Klavier und Kammermusik. Das Konzertdiplom für Orgel schloss er 1974 mit Auszeichnung ab. Der Organist spielt unter anderem das Präludium in G-Dur (BWV 541) von Bach – ein fröhliches Werk als Einladung zum frohen Fest. Zum Auszug erklingt das Präludium in e-Moll (BWV 548), «eines der schönsten Präludien von Bach», so Muheim.
Nach dem Festgottesdienst lädt die Pfarrei Amsteg alle zu einem Apéro in die Turnhalle Amsteg ein.
Eingespieltes Team aus Trompeter und Organist
Um 17 Uhr kommt die Jubiläums-Orgel an erneut zum Einsatz: an einem gemeinsamen Konzert von Organist Wolfgang Sieber und dem Alphornspieler und Trompeter Heinz Della Torre.
Letzterer spielt Büchel, Alphorn und verschiedene Trompeten. Zuhause ist der Musiker und Komponist in der Klassik und in der Volksmusik. Bereits sein Vater Hans - bekannt von der Kapelle Della Torre-Bucheli - wie auch sein Grossvater Josef waren Volksmusikgrössen. Als freischaffender Musiker spielt Heinz Della Torre in den Orchestern der Oper Zürich, im Luzerner Sinfonieorchester und dem Zürcher Kammerorchester. Zudem ist er Mitglied im Bachensemble Luzern.
Der im Toggenburg geborene Organist, Komponist, Improvisator und Pädagoge Wolfgang Sieber wurde als langjähriger Stifts- und Hoforganist der Kirche St. Leodegar in Luzern bekannt. Der Organist spielte jährlich zahlreiche volkstümliche Konzerte in der Hofkirche und gestaltete Gottesdienste mit Volksmusikern, Jodlern und Alphornbläsern.
Die beiden Musiker sind seit Jahren ein eingespieltes Team. «Unser Repertoire umfasst verschiedenen musikalische Epochen, vor allem aber spielen wir eigene Kompositionen, die aus unserer Musikwelt gewachsen sind – orchestral, kirchlich, theatralisch, tänzig und romantisch. Dabei erzählen wir mit unseren heiteren Moderationen auch hintergründige Geschichten zu den gespielten Musikstücken», sagt Heinz Della Torre.
Das Programm, das Heinz Della Torre und Wolfgang Sieber in der Kirche Amsteg präsentieren, ist bunt gemischt. Nebst viel Volkstümlichem aus der Feder der beiden Komponisten sind unter anderem die Sinfonia Pastorale von Leopold Mozart, romantische Fantasien nach Gustav Mahler oder der Zürcher Vielliebchen-Walzer von Richard Wagner zu erleben. (zvg)
Der Eintritt zum Konzert ist frei (Kollekte), eine Reservation erforderlich unter Telefon 079 416 01 31 oder E-Mail: info@bildfluss.ch.



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